Wachstumsstrategie
Mercedes stellt den Vertrieb um

Nachdem Daimler mit Verkaufsrekorden ins Jahr gestartet ist, halten die Stuttgarter an ihren positiven Prognosen fest. Dafür soll auch der Vertrieb deutlich umgestellt werden.
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NeuhausenDer Autobauer Daimler will die Erzrivalen BMW und Audi bis 2020 mit Hilfe einer neuen Vertriebsstrategie überholen. „Mit Blick auf unsere Wachstumsstrategie Mercedes-Benz 2020 entwickeln wir auch unser Marketing und unseren Vertrieb gezielt weiter“, kündigte Vertriebsvorstand Joachim Schmidt am Dienstag in Neuhausen auf den Fildern bei Stuttgart an.

Dazu will der Hersteller noch in diesem Jahr erste Online-Shops für seine Autos anbieten. Zudem soll sich die Zahl der Markenauftritte in Innenstädten bis 2020 auf weltweit 40 Läden verdoppeln. Junge Leute sollen außerdem gezielt über sogenannte Pop-up-Stores, temporäre Läden, und Pavillons angesprochen werden. Konkrete Angaben zum Investitionsvolumen machte Schmidt nicht.

Auch das Absatzziel für das laufende Jahr wollen die Schwaben so erreichen. „Wir haben im zweiten Halbjahr vor, nochmal eine Ladung draufzulegen, um über 1,4 Millionen Fahrzeuge zu kommen“, sagte Schmidt. Daimler will die Oberklasse-Konkurrenten BMW und Audi bis 2020 unter anderem beim Absatz überholen. Ziel für 2013 waren mehr als 1,4 Millionen Autos. 2015 sollen es mehr als 1,6 Millionen sein.

„One size fits all - mit dieser Strategie kommen wir nicht weiter“, sagte Schmidt. Der Autobauer hat dazu verschiedene Zielgruppen ausgemacht - neben den klassischen, eher älteren Daimler-Kunden stehen dabei nun vor allem junge Leute im Fokus. Sie will der Autobauer künftig stärker in ihrem persönlichen Umfeld ansprechen. Temporäre Auftritte auf Stadtteilfesten und in Parks sollen dazu ebenso beitragen wie mehr Ansprache und Service im Netz.

Wer möchte, soll sein Auto daher bald auch vom heimischen Sofa aus kaufen können: Bis Ende des Jahres plant Daimler zusammen mit seinen Niederlassungen in Hamburg und im polnischen Warschau erste Pilotprojekte für Online-Shops, in denen zunächst vor allem die Kompaktwagen angeboten werden.

„Wir haben Kunden, die kommen nicht mehr so einfach ins Autohaus, die müssen wir auf andere Weise ansprechen“, sagte Schmidt. Am klassischen Handel wolle man zwar trotzdem festhalten. Allerdings räumte Schmidt ein, Daimler sei ständig bestrebt, seine „Niederlassungen effizienter und effektiver zu machen“. Erst kürzlich war bekanntgeworden, dass die Schwaben ihr deutsches Niederlassungsnetz auf den Prüfstand stellen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das kann man aber auch ganz anders sehen, wie z. B. die überragenden Tests der neuen Mercedes S-Klasse zeigen. Auch die Kommentare der Fachjournalisten zu Mercedes klingen positiv; und wenn Sie schon einmal eine aktuelle E-Klasse gefahren haben sollten müssen Sie feststellen, dass es von den von Ihnen genannten Firmen nichts Vergleichbares gibt: Da müssen Sie schon BMW oder Audi Fahrzeuge nehmen, um in derselben Liga zu spielen.

  • Man kann Neuwagenkunden auch über die Gebrauchtwagenschiene gewinnen. Aber wer sich heute ein gebrauchtes Vieraugengesicht W210 anschaut fällt vom Glauben ab, die erste C-Klasse W202 ist genau so schlimm. Das ist Lichtjahre von dem Qualitätsanspruch entfernt, der Mercedes mal ausgezeichnet hat. Langzeitqualität spielt anscheinend keine Rolle mehr.

    Wie lange braucht es, ein gutes Qualitätsimage zu verspielen? Darüber sollten die Vorstände mal nachdenken, statt sich beim Vertrieb an MINI zu orientieren.

  • Daimler bleibt das Original. Alle anderen sind Emporkömmlinge und werden wieder gehen.

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