Wachstumsstrategie
OMV übernimmt Mehrheit an türkischer Tankstellenkette

Mit der alleinigen Kontrolle der türkischen Tankstellenkette Petrol Ofisi will der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV seine internationalen Aktivitäten ausbauen. Die Türkei soll neben Österreich und Rumänien zum dritten Standbein des Konzerns aufgebaut werden.
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HB FRANKFURT. Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV greift sich die türkische Tankstellenkette Petrol Ofisi. OMV erwirbt für eine Milliarde Euro den 54-Prozent-Anteil der Dogan Holding, wie das Unternehmen am Freitag nach Börsenschluss mitteilte. Damit stockt OMV seinen Anteil auf knapp 96 Prozent auf und übernimmt die alleinige Kontrolle über Petrol Ofisi. Zur Finanzierung des Deals schließen die Österreicher eine Kapitalerhöhung nicht aus. Der Abschluss der Transaktion wird den Angaben zufolge in den nächsten drei Monaten erwartet und muss noch von den Behörden genehmigt werden. An die Aktionäre von Petrol Ofisi solle noch vor Abschluss der Transaktion eine Dividende ausgeschüttet werden.

Der Kauf sei ein weiterer Schritt im Rahmen der Wachstumsstrategie von OMV, teilte das Unternehmen weiter mit. Diese sehe vor, die Türkei zusätzlich zu Österreich und Rumänien als dritte Säule des Konzerns zu etablieren. OMV sieht in der Türkei erhebliches Wachstumspotenzial. Petrol Ofisi betreibt das führende Tankstellennetz in der Türkei und ist stark im Großhandel mit Mineralölstoffen. An der Börse wird das Unternehmen mit 2,5 Mrd. Dollar bewertet.

OMV war schon lange an einem Mehrheitserwerb von Petrol Ofisi interessiert. Verhandlungen mit Dogan darüber waren jedoch im November vergangenen Jahres vor allem wegen der Probleme Dogans mit den Steuerbehörden abgebrochen worden. Auch die parallel dazu in Planung befindliche Kapitalerhöhung blies der Konzern damals ab.

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  • ich finde das erschreckend, wenn Unternehmen sich so ausweiten und so groß werden. Egal ob es sich nun um Erdölfirmen, Energieanbieter, Autohersteller oder Lebensmittelketten handelt. Wenn Firmen so groß werden, dann geht das immer auf Kosten der Menschlichkeit und auf Kosten der Umwelt

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