Wachstumstreiber: Warum Öko so in Mode ist

Wachstumstreiber
Warum Öko so in Mode ist

Die Massenhersteller der Modebranche entdecken Öko-Textilien als Wachstumstreiber. Biologische Baumwolle wird immer stärker nachgefragt. Auch den Einsatz von Chemie wollen große Produzenten nun senken.
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DüsseldorfUnd jetzt auch noch Trigema. Die vielleicht größte Überraschung im Bereich der „ethischen Mode“ ist, dass ausgerechnet die in die Jahre gekommene Marke, die noch immer mit dem Schimpansen wirbt, eine richtig moderne Kollektion anbietet. Basics wie T-Shirts, Longsleeves und Jogginghosen mit klaren Schnitten, unifarben, fast wie von der Trend-Marke American Apparel. Und das auch noch ökologisch korrekt, fair gehandelt und in Deutschland genäht.

Öko-Mode kommt raus aus der Nische. Selbst Massenhersteller bringen Linien für verantwortungsbewusste Kunden heraus. Das soll jedoch erst der Auftakt sein für eine Wende zu mehr Nachhaltigkeit, die die ganze Branche auf allen Produktionsstufen erfasst. Damit reagieren die Firmen auf Kritik der Kunden.

Nach Schätzungen der Lobbygruppe Textile Exchange ist der weltweite Markt für Bio-Baumwolle im Jahr 2011 um 20 Prozent auf 6,2 Milliarden Dollar (4,8 Milliarden Euro) gewachsen, 2012 sollen es schon 7,4 Milliarden Dollar sein. Zudem nimmt der Verbrauch von recycelten Kunstfasern zu. Daneben rückt die Chemie-Belastung in den Blickpunkt.

So haben die Umweltaktivisten von Greenpeace die Sportartikler Adidas, Puma und Nike mit einer Kampagne in China angegriffen, wo sie die Abwässer von Zulieferern analysiert haben. „Wir haben die Firmen ausgesucht, weil sie schon einen guten Nachhaltigkeitsstand haben, auf den sie aufbauen können“, sagt Ulrike Kallee von Greenpeace. Erfolg der Kampagne: Die drei Firmen haben sich auf ein Programm bis 2020 eingelassen, das Greenpeace begleiten will. An der Kampagne „Detox“ nehmen inzwischen auch H&M, C&A und die chinesische Sportmarke Li-Ning teil.

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