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11.12.2007 
Komplette Übernahme

Wacker Chemie baut Bauchemie-Sparte aus

Der Spezialchemiekonzern Wacker Chemie stärkt sein Geschäft mit Chemikalien für die Bauindustrie und übernimmt dazu zwei Gemeinschaftsunternehmen komplett. Damit soll der Jahresumsatz im Polymergschäft im kommenden Jahr kräftig ansteigen.

Cysteinkristalle nach dem Zentrifugieren bei der Wacker ChemieLupe

Cysteinkristalle nach dem Zentrifugieren bei der Wacker Chemie

HB MÜNCHEN. Dem US-Konkurrenten Air Products and Chemicals sollen für 265 Millionen Dollar (rund 181 Millionen Euro) seine Anteile an den gemeinsamen Töchtern Air Products Polymers (APP) und Wacker Polymer Systems (WPS) abgekauft werden, teilte das bayerische Unternehmen am Dienstag mit. Eine entsprechende Vereinbarung sei unterzeichnet worden. Das Geschäft soll im ersten Quartal 2008 abgeschlossen werden.

Die Kartellbehörden müssen noch zustimmen. Wacker, weltweiter Marktführer bei Dispersionpulvern für die Bauindustrie, will mit Hilfe der Übernahme den Jahresumsatz im Polymergeschäft 2008 auf rund eine Milliarden Euro ausbauen. 2006 erlöste die Sparte 560 Millionen Euro. "Durch die jetzt vereinbarte Übernahme erhalten wir voll integrierte Produktionsstandorte in den USA und Asien“, sagte Vorstandschef Peter-Alexander Wacker. Zudem ließen sich Kostenvorteile und Synergien nutzen.

Der Konzern aus Burghausen hält derzeit 35 Prozent an APP und 80 Prozent an WPS, Air Products jeweils den Rest. APP stellt Chemikalien für die Klebstoff-, Lack-, Baustoff- und Textilindustrie her. WPS produziert vor allem Dispersionspulver, das beispielsweise in Wandfarbe verwendet wird. Die Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen sieht vor, dass Wacker die Geschäftsaktivitäten mit Chemikalien für die Bauindustrie übernimmt, während Air Products die US-Standorte Elkton und Piedmont und die damit verbundenen geschäftlichen Aktivitäten, etwa für die Klebstoffindustrie, behält. Zu Wacker wechseln nach der Übernahme rund 430 Mitarbeiter, 70 verbleiben bei Air Products.

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