Währung für künftige Zukäufe
Stada kauft eigene Aktien

Die Aktie des Generikaherstelles gewann zehn Prozent, nachdem ein Rückkaufprogramm bekannt wurde. Der Augenblick sei besonders günstig, hieß es aus dem Vorstand.

HB DÜSSELDORF. Der Generikahersteller Stada hat damit begonnen, eigene Aktien zurückkaufen. Die im Nebenwerteindex MDax gelistete Stada-Aktie stieg nach der Ankündigung um 3 % auf 17,95 Euro.

Der Vorstand habe beschlossen, eigene Aktien im Umfang von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals zurückzukaufen, teilte das in Bad Vilbel bei Frankfurt ansässige Unternehmen am Dienstag mit. Der Rückkauf solle über die Börse erfolgen. Eine Investition in eigene Aktien sei bei dem aktuellen Kursniveau vorteilhaft.

Die zurückgekauften Aktien sollen in der Zukunft für geplante Akquisitionen und für ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm eingesetzt werden.

Mit dem Rückkauf mache Stada von der auf der Hauptversammlung im Juni erteilten Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien Gebrauch, teilte das Unternehmen weiter mit. Gemäß der Ermächtigung dürfe der gezahlte Gegenwert der Aktie an dem in Frage kommenden Kauftag nicht den gegen 13 Uhr festgestellten Handelspreis um mehr als 10 % über- oder unterschreiten.

Die 1895 ursprünglich als Apothekergenossenschaft gegründete Stada ist derzeit auf Akquisitionskurs. Am Montag hatte Stada angekündigt, es wolle das russische Pharmaunternehmen Nizpharm übernehmen. Im Februar hatte Stada Anteile der deutschen LipoNova erworben und im vergangenen Monat eine Reihe von Produkten in Italien eingekauft.

Stada hatte im vergangenen Jahr angekündigt, in einem Zeitraum von etwa drei Jahren 300 Mill. Dollar für Zukäufe vorrangig in den USA und Osteuropa ausgeben zu wollen. Im Herbst 2003 hatte Stada zudem eine Kapitalerhöhung abgeschlossen und 273 Mill. Euro eingenommen.

Das Unternehmen produziert hauptsächlich Nachahmerprodukte von Originalmedikamenten, deren Patentschutz abgelaufen ist. So spart Stada teure Forschungs- und Entwicklungskosten.

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