Währungsgefälle Euro-Dollar belastet
VW will verstärkt im Dollar-Raum produzieren

Angesichts der schwachen US-Währung will VW einen Teil seiner Produktion in den Dollar-Raum verlagern. Ein neues US-Werk sei dafür aber nicht geplant, sagte VW-Chef Pischetsrieder.

HB BERLIN. Der Wolfsburger Autohersteller VW will seine Wagen verstärkt im Dollarraum produzieren. Grund seien die anhaltende Dollar-Schwäche und Absatzprobleme auf dem US-Markt, sagte Konzern-Chef Bernd Pischetsrieder der «Automobilwoche» einem Vorabbericht vom Samstag zufolge.

«Die Probleme auf Grund der Schwäche der amerikanischen Währung stehen ganz oben auf meiner Agenda», sagte Pischetsrieder. Das Währungsgefälle zwischen Dollar und Euro sei derzeit die größte Belastung. Deswegen prüfe VW die Vergabe der kompletten Fertigung eines neuen Modells mit hohen Stückzahlen in den Dollar-Raum.

Dabei verwies Pischetsrieder auf das VW-Werk im mexikanischen Puebla. Dort sei eine technische Kapazität von einer halben Million Einheiten möglich. Derzeit belaufe sich die Jahresproduktion aber nur auf rund 300.000 Autos.

Auf welches Modell die wahl gefallen sei, wollte der Konzernchef der Zeitung zufolge jedoch nicht sagen. Die Herstellung des Golf V in Mexiko schloss der VW-Chef angesichts der für den US-Markt benötigten geringen Stückzahlen aber aus.

Auch die Erbauung einer neuen Produktionsstätte in den USA lehnt Pischetsrieder dem Bericht zufolge ab, «solange im weltweiten VW-Verbund noch Überkapazitäten bestehen». Zugleich bestätigte der VW-Chef dem Magazin, dass sich der Start des Hochdach-Ablegers Golf Plus verschieben werde. Die Markteinführung werde erst im Frühjahr 2005 erfolgen.

Spekulationen, wonach VW auf Grund der verhaltenen Nachfrage für den neuen Golf und der Rabattpreise seines Konkurrenten Opel eine Preissenkung plane, verneinte Pischetsrieder entschieden. «Wir tasten unser Pricing nicht an», sagte er der «Automobilwoche».

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