Waffengeschäfte
Katar kauft französische Dassault-Kampfjets

Der Golfstaat Katar kauft 24 Rafale-Kampfjets des französischen Rüstungskonzerns Dassault. Für Frankreich ist der Auftrag ein Exporterfolg. Über Jahre hinweg gelang es nicht, den Kampfjet im Ausland zu verkaufen.
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ParisNach Ägypten und Indien verkauft Frankreich sein Kampfflugzeug Rafale nun auch an den Golfstaat Katar: Eine Vertrag über 24 Rafale-Flugzeugen solle Anfang Mai in Doha unterzeichnet werden, teilte der Elysée-Palast am Donnerstag in Paris mit. Zudem sieht die Vereinbarung nach Angaben des französischen Flugzeugbauers Dassault eine Option auf zwölf weitere Kampfjets vor.

Der Vertrag mit Katar hat nach Angaben aus dem Verteidigungsministerium ein Volumen von 6,3 Milliarden Euro. Frankreichs Präsident François Hollande wird am 4. Mai in die katarische Hauptstadt Doha reisen, um bei der Unterzeichnung der Verträge dabei zu sein, wie der Elysée-Palast weiter bekanntgab. Der Emir von Katar habe Hollande am Mittwoch bestätigt, dass „sein Land 24 Rafale-Kampfflugzeuge kaufen will“. Dies sei ein „neuer Exporterfolg“, hob der Elysée hervor.

Frankreich hatte über Jahre keinen einzigen Vertrag zum Export der Rafale-Kampfflugzeuge vermelden können. Allein in den vergangenen drei Monaten kamen nun aber mehrere Vereinbarungen zustande: Ägypten bestellte im Februar 24 Rafale, danach folgte Indien Anfang April mit einer Bestellung von 36 Kampfflugzeugen. Frankreich hofft auf Verträge auch mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Malaysia.

Die französischen Rafale sind durch Militäreinsätze in verschiedenen Krisenregionen von Afghanistan über Mali bis hin zum Irak erprobt. Die im Jahr 2004 von den französischen Streitkräften in Betrieb genommenen Flugzeuge sind unter anderem für Aufgaben der Luftverteidigung, für strategische Bombardements und für Luftaufklärung ausgerüstet.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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