Wahlen in Frankreich
Aktionärsrochade bei EADS

Sollte der konservative Nicolas Sarkozy die Präsidentschaftswahlen in Frankreich gewinnen, könnten sich auch die Besitzstrukturen der EADS ändern. Laut Medienberichten steht dann die Beteiligung des französischen Medienunternehmens Lagardere zur Disposition – und damit auch die deutsch-französische Parität.

HB FRANKFURT. Nach einem Wahlsieg des konservativen französischen Präsidentschaftskandidaten Nicolas Sarkozy könnte einem Zeitungsbericht zufolge der Bau- und Telekommunikationskonzern Bouygues das Medienunternehmen Lagardere als Großaktionär beim Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS ablösen. Sarkozy suche offenbar einen starken Aktionär, der im Management das Heft des Handelns übernimmt, schreibt die „Börsen-Zeitung“ ohne Angabe von Quellen. Damit solle möglicherweise auch die deutsch-französische Parität aufgegeben werden.

Konzernchef Martin Bouygues gehört der Zeitung zufolge zu den Vertrauten Sarkozys, der derzeit in Umfragen vor seiner sozialistischen Herausfordererin Segolene Royal rangiert. Bouygues könnte laut Bericht den EADS-Anteil des französischen Medienkonzerns Lagardere übernehmen, der derzeit zusammen mit DaimlerChrysler die industrielle Führung bei EADS inne hat. Im Gegenzug könnte er aus dem Telefongeschäft aussteigen oder seine 40-prozentige Beteiligung am Fernsehsender TF1 an Lagardere abtreten.

Lagardere-Chef Arnaud Lagardere hatte erst zu Beginn der Woche bekräftigt, seinen Anteil von 7,5 Prozent an dem Airbus-Mutterkonzern behalten zu wollen. Anfang des vergangenen Jahres hatte Lagardere seinen EADS-Anteil auf 7,5 von 15 Prozent gesenkt.

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