Warnstreiks drohen
Zweite Stahl-Tarifrunde bisher ergebnislos

Die zweite Tarifrunde der nordwestdeutschen Eisen- und Stahlindustrie hat ergebnislos geendet. Die IG Metall fordert sieben Prozent mehr Geld und die unbefristete Übernahme der Auszubildenden.
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GelsenkirchenDie zweite Verhandlungsrunde für die rund 75.000 Beschäftigten der Eisen- und Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen ist am Montag in Gelsenkirchen gestartet und ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Vor Beginn der Gespräche hatten nach Angaben der IG Metall rund 800 Auszubildende demonstriert. Neben sieben Prozent mehr Geld fordert die IG Metall bei der diesjährigen Stahl-Tarifrunde auch die unbefristete Übernahme der Auszubildenden. Doch die Arbeitgeber hätten kein Angebot vorgelegt, teilte die IG Metall in Düsseldorf mit. Es sei „kein Stück Bewegung“ zu sehen gewesen. Die Tarifkommission der Gewerkschaft will nun am Dienstag über Warnstreiks entscheiden. Die Friedenspflicht endete Ende Oktober.

Vor Beginn der Gespräche in Gelsenkirchen hatten nach Angaben der IG Metall rund 800 Auszubildende demonstriert. „Die Auszubildenden haben heute bereits gezeigt, wie entschlossen sie in Sachen Übernahme sind. Ich habe keinen Zweifel, dass die Arbeitgeber diese Entschlossenheit auch in möglichen Warnstreiks zu spüren bekommen“, sagte der IG Metall-Bezirksleiter NRW, Oliver Burkhard. Die dritte Verhandlungsrunde soll am 21. November in Düsseldorf stattfinden.

Die Arbeitgeber äußerten Unverständnis über mögliche Warnstreiks. Sie kämen „vollkommen verfrüht“, sagte Hauptgeschäftsführer Bernhard Strippelmann der dpa. Es sei möglich, dass die Arbeitgeber bei der nächsten Verhandlungsrunde ein Angebot vorlegen werden. Vorher müsse jedoch Klarheit darüber gewonnen werden, wie viel die Regelungen zur Ausgebildeten-Übernahme und zu verbesserten Altersteilzeit-Bedingungen kosten würden. „Ich sehe die Tarifvertragsparteien erst am Beginn äußerst schwieriger Verhandlungen“, erklärte der Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Stahl, Helmut Koch.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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