Warten auf EU-Kommission
Tui verlängert Angebot für CP Ships

Der Touristikkonzern Tui hat sein Übernahmeangebot für die kanadisch-britische Reederei CP Ships um elf Tage bis zum 18. Oktober verlängert. Begründung: Bis kurz vor Ablauf der Frist habe noch die Zustimmung der Brüsseler EU-Kommission ausgestanden.

HB FRANKFURT. Das bisherige Kauf-Angebot über 21,50 US-Dollar je Aktie bleibe unverändert, fügte der deutsche Konzern hinzu. Die EU-Kommission hatte die Prüfungsfrist kürzlich um zwei Wochen bis kommenden Mittwoch (12. Oktober) verlängert. Die amerikanischen und die kanadischen Kartellbehörden hätten die Transaktion bereits gebilligt, teilte Tui weiter mit.

Wieviele der CP Ships-Aktionäre das Kauf-Angebot bis zum Freitag angenommen haben, teilte Tui nicht mit. Der Touristikkonzern strebt den Erwerb aller Anteile für insgesamt 1,7 Milliarden Euro an. Tui gehe davon aus, dass die Transaktion bis Ende Oktober abgeschlossen werden könne.

Der deutsche Konzern würde umgerechnet bis zu 1,7 Milliarden Euro für den Kompletterwerb aufwenden. Hinzu kämen noch 260 Millionen Euro Schulden von CP Ships. Nach kanadischen Recht müssen zwei Drittel aller Aktionäre das Kaufangebot annehmen. Mit einem Gegenangebot eines Konkurrenten für CP Ships rechnen Analysten nicht mehr.

Der Tui-Konzern hatte Ende August mitgeteilt, dass der Kauf von CP Ships nach Möglichkeit bis Ende des Jahres abgeschlossen werden soll. Der Reiseriese aus Hannover will eine Milliarde Euro des Preises über eine Kapitalerhöhung finanzieren. Die Hamburger Tui-Tochter Hapag-Lloyd würde damit zur weltweit fünftgrößten Container-Reederei. Die Gremien des von CP Ships hatten den Kauf befürwortet.

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