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02.07.2008 

Diese Überzeugung überwiegt auch bei dem größten Rückkäufer in der Vergangenheit, BASF. "Das angekündigte Aktienrückkaufprogramm über drei Mrd. Euro spiegelt das Vertrauen des Vorstands in die Ertragskraft der BASF wider", sagt Finanzvorstand Kurt Bock. Der weltgrößte Chemiehersteller kaufte seit 1999 insgesamt 168 Mill. eigene Aktien und verringerte so den Aktienbestand um ein Viertel.

Bisweilen helfen Investoren ihren Vorständen und Aufsichtsräten ein wenig nach, wenn es um Aktienrückkäufe geht. Die Deutsche Börse ist eines von acht Dax-Unternehmen, das zur Zeit Aktien vom Markt nimmt und so den Kurs stützt. Das Management setzt damit einen Beschluss der Hauptversammlung um, der die Ankündigung von Konzernchef Reto Francioni unterstützte, auch künftig eine Vollausschüttung der erwirtschafteten Gewinne über Dividenden und Aktienrückkäufe anzustreben.

Das hatte vor einigen Jahren noch ganz anders ausgesehen. Bis 2004 kaufte die Deutsche Börse keine Aktie zurück und schüttete gemessen am Nettogewinn so wenig Dividende wie kaum ein anderer Dax-Konzern aus. Als Ex-Chef Werner Seifert 2005 nach der Londoner Stock Exchange (LSI) griff und sich schon fast am Ziel wähnte, erzwangen die beiden Hedge-Fonds TCI und Atticus die Wende. Die aggressiven Investoren unterbanden den Deal, drängten Seifert zum Rücktritt und setzten stattdessen üppige Dividenden und regelmäßige Aktienrückkäufe durch. Die Folge: Der aus Sorge vor einem zu teuren LSI-Deal stagnierende Aktienkurs schoss nach oben und machte die Börse selbst drei Jahre lang - bis 2007 - zu einem der erfolgreichsten Titel im Dax.

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