Waschmaschinen für den US-Markt helfen
Bauknecht auf Erfolgskurs

Der Hausgerätehersteller Bauknecht hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr deutlich gesteigert. Dabei hat vor allem der Export von Waschmaschinen nach Nordamerika über die Absatzflaute in Deutschland hinweg geholfen. Die Waschmaschinen für den deutschen Markt werden inzwischen in Osteuropa produziert.

HB STUTTGART. Eine 27-prozentige Steigerung des Exportvolumens ließ den Umsatz der Tochtergesellschaft des US-Konzerns Whirlpool im vergangenen Jahr um 14 % auf 730,9 Mill. € anwachsen, wie Geschäftsführer Norbert Kornettka am Donnerstag in Stuttgart sagte. Der Inlandsumsatz, der nur noch 39 % ausmacht, stagnierte. Dennoch habe sich der Marktanteil auf 5,4 (4,4) Prozent erhöht.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg trotz des anhaltenden Preisverfalls dank Kosteneinsparungen auf neun (2002: drei) Mill. €, 2004 peilt Bauknecht elf Mill. € an. Die Umsatzerwartung von 697 Mill. € sei aber konservativ geschätzt, räumte Kornettka ein. Die hohen Stahlpreise zwängen Bauknecht in diesem Jahr zu Preiserhöhungen.

Am Firmensitz im schwäbischen Schorndorf werden im Whirlpool-Produktionsverbund seit Sommer 2003 praktisch nur noch die großen Waschmaschinen für den US-Markt gebaut, die Geräte für Europa kommen seither aus dem slowakischen Poprad mit einer Kapazität von zwei Mill. im Jahr. Die Mitarbeiterzahl in Deutschland sank um neun Prozent auf 2266. Mit dem neuen Großkunden Ikea soll die Produktion von Geschirrspülern 2004 auf bis zu eine Million steigen. Zum Werk Neunkirchen im Saarland, wo 2003 rund 734 000 Einheiten gefertigt worden waren, kommt ein zugekauftes im polnischen Breslau hinzu.

Sehr erfolgreich verlaufe die Neupositionierung der Marke Bauknecht im Einbaugeschäft. Mit 320 000 Einheiten habe Bauknecht im vergangenen Jahr 27 % mehr Einheiten verkauft als im Vorjahr. Große Erwartungen verbindet Bauknecht mit dem Einstieg bei und der damit verbundenen Liefervereinbarung mit dem badischen Einbauküchen-Hersteller Alno. Dort löst Bauknecht den Gerätelieferanten Electrolux ab. Dieser Prozess habe sich beschleunigt, sagte Kornettka. „Einbau ist in diesem Jahr unser Schwerpunkt.“ Von 2005 an werde Bauknecht bis zu 500 000 Herde, Geschirrspüler und Kühlschränke im Jahr an Alno liefern.

Ausgedient hat nach genau 50 Jahren der bekannte Werbeslogan des Unternehmens: „Bauknecht weiß, was Frauen wünschen“ habe in Kundenbefragungen negative Reaktionen ausgelöst, begründete Kornettka den Schritt. Künftig wirbt Bauknecht mit dem Spruch „Heute leben“.

Insgesamt verbesserte sich nach den Worten von Kornettka der Marktanteil der Marke Bauknecht im vergangenen Jahr um einen Prozentpunkt auf 5,4 %. Der Marktanteil der Whirlpool-Gruppe in Deutschland mit allen Marken liege bei 9,4 %.

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