Wassersparte steht nicht zum Verkauf: Oetker will zwei bekannte Brauereien schließen

Wassersparte steht nicht zum Verkauf
Oetker will zwei bekannte Brauereien schließen

Die Integration der Dortmunder Brau und Brunnen AG in seine Biersparte kann der Bielefelder Oetker-Konzern nur durch Personaleinsparungen und die Schließung von zwei Brauereien bewältigen.

HB/ire DORTMUND. Ab Anfang 2006 sollen in den Unternehmen der RB Brauholding insgesamt 450 Planstellen gestrichen und die Brauereien Brinkhoff’s in Dortmund und Berliner Kindl in Berlin geschlossen werden. Dies kündigte der neue Vorsitzende der Geschäftsführung der RB Brauholdig, Ulrich Kallmeyer, auf einer Pressekonferenz in Dortmund an.

Den finanziellen Aufwand für die Sanierung der Brau und Brunnen AG bezifferte Kallmeyer auf bis zu 100 Mill. Euro. Bereits im vergangenen Jahr hat die RB Brauholding Verluste von Brau und Brunnen in Höhe von 30 Mill. Euro übernommen. „Brau und Brunnen wäre allein nicht überlebensfähig“, sagte Kallmeyer. Statt dem vorhergesagten Absatzplus von drei Prozent sei am Ende des Jahres 2004 ein Minus von sieben Prozent herausgekommen. Aber auch die konzerneigene Radeberger Gruppe erreichte nur durch den Zukauf der Stuttgarter Hofbräu AG ein leichtes Absatzplus.

Im vergangenen Jahr hatte die Oetker-Gruppe den Dortmunder Getränkekonzern mit Marken wie „Jever“, „Berliner Pilsner“ und „Vita Cola“ für rund 360 Mill. Euro übernommen, hinzu kamen noch Pensionsverpflichtungen in Höhe von mehr als 200 Mill. Euro, sowie Bankverbindlichkeiten in Höhe von etwa 120 Mill. Euro. Zusammen mit den Sanierungskosten ließ sich die Oetker-Gruppe den Zugewinn von rund sieben Prozentpunkten an Marktanteilen bisher somit fast 800 Mill. Euro kosten. Der belgische Bierriese Interbrew hatte 2001 für die rund fünf Prozent Marktanteil der Marke Beck’s allerdings noch mehr als das Doppelte hingeblättert.

Dafür behauptet der Oetker-Konzern jetzt mit seinen unter dem Dach der RB Brauholding zusammengefassten Bieren (Marken: Radeberger, Clausthaler, Binding) mit einem Jahresausstoß von 16 Mill. Hektolitern Bier vor Inbev Deutschland und den deutschen Heineken-Beteiligungen den Rang eins unter den deutschen Brauereikonzernen. Den Marktanteil von 15 Prozent will Kallmeyer bis zum Jahr 2008 durch weitere Zukäufe auf 20 Prozent steigern, allerdings zu „angemessenen Preisen“, wie er betont.

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