Wechsel im Aufsichtsrat
Weder di Mauro verlässt Thyssen-Krupp

Überraschender Wechsel: Medienberichten zufolge wird die Wirtschaftsprofessorin Beatrice Weder di Mauro ihr Mandat im Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp niederlegen. Der prominente Nachfolger steht auch schon fest.
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Düsseldorf Der scheidende Telekom-Chef René Obermann soll noch in diesem Jahr in den Aufsichtsrat des angeschlagenen Stahlkonzerns ThyssenKrupp einziehen. Der Manager werde dort vorzeitig die ehemalige Wirtschaftsweise Beatrice Weder di Mauro ablösen, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch aus aufsichtsratsnahen Kreisen. Zuvor hatten die „Süddeutsche Zeitung“ und die Online-Ausgabe des „Manager Magazins“ von dem anstehenden Wechsel berichtet. Das Unternehmen wollten die Berichte nicht kommentieren.

Obermann hat künftig voraussichtlich mehr Zeit für Aufsichtsratsmandate als bisher. Denn der Manager wird die Deutsche Telekom auf eigenen Wunsch zum Jahresende verlassen. Vom Riesen Telekom wechselt er an die Spitze des vergleichsweise kleinen niederländischen Multimedia-Unternehmens Ziggo.

Weder di Mauro lege ihr Amt nieder, weil sie mehr Zeit für eine Beratungsaufgabe bei der Europäischen Union brauche, hieß es in Essen. Sie wolle deshalb die Zahl ihrer Aufsichtsratsmandate reduzieren. Ihr Mandat bei ThyssenKrupp wäre eigentlich bis Januar 2015 gelaufen. Die Volkswirtschafsprofessorin sitzt auch noch in den Verwaltungsräten der Schweizer Großbank UBS und des Pharmakonzerns Roche.

In Obermann habe ThyssenKrupp-Aufsichtsratschef Ulrich Lehner einen alten Bekannten als Nachfolger von Weder di Mauro gewonnen, berichtete die Online-Ausgabe des „Manager Magazins“. Die beiden Manager kennen sich von der Deutschen Telekom, wo Lehner ebenfalls dem Aufsichtsrat vorsitzt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Wechsel im Aufsichtsrat: Weder di Mauro verlässt Thyssen-Krupp"

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  • Das darf doch wohl nicht wahr sein, dass man einen Aufsichtsrat in eine Firma holt , der offensichtlich überfordert war seine ehemalige Firma auf Vordermann zu bringen.
    Wer die Dividende eines Unternehmens aus dem Grundkapital bezahlt , weil keine Gewinne erwirtschaftet hat und dem die Kunden scharenweise davon laufen ( 800.000 pro Monat) der kann nach dem gesunden Menschenverstand KEIN AUFSICHTSRAT WERDEN!!! Ich selbst habe die miserabelsten Erfahrungen mit der Telekom gemacht. Wir haben erst Ruhe bekommen als wir einen Rechtsanwalt und das ZDF eingeschaltet haben. Dies sollte man bei der Berufung von René Obermann bedenken. Dann kann man Thyssen-Krupp gleich auf die Schlachtbank legen.

  • Keine Ahnung von Irgendwas, keine Ahnung von Unternehmen. Keine Ahnung von Bosch. Keine Ahnung von Thyssen.
    Gute Ahnung von Total-Loser-Fehrenbach.
    Gratulatione.

  • Die arme FDP: nun ist auch Weder di Mauro als politisches U-Boot al gusto obsolet.

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