Wechsel in andere Werke vorgesehen
Mercedes will Mitarbeiter aus Bremen abziehen

Einem Zeitungsbericht zufolge will Daimler-Chrysler im Bremer Mercedes-Werk bis Anfang nächsten Jahres 1200 Stellen streichen. Von einem Stellenabbau will der Stuttgarter Autokonzern aber nicht reden. Vielmehr soll eine größere Zahl von Mitarbeitern zum Wechsel an andere Standorte bewegt werden.

HB STUTTGART. Ein Daimler-Chrysler-Sprecher sagte am Dienstag, der Konzern wolle damit den unterschiedlichen Personalbedarf in den Werken ausgleichen. Die Möglichkeiten reichten dabei von befristeten Abordnungen bis zu Festanstellungen an anderen Standorten. „Von einem Stellenabbau kann aber keine Rede sein“, betonte er. So baue Mercedes-Benz das A-Klasse-Werk in Rastatt gerade um 1800 Mitarbeiter aus. Einen Bericht der Bremer „Bild“-Zeitung, wonach bis Anfang 2005 rund 1200 der 15 000 Bremer Beschäftigten nach Hamburg, Berlin und Rastatt wechseln müssten, weil man für die in Bremen gefertigte C-Klasse für 2005 weniger Aufträge erwarte, bestätigte der Sprecher aber nicht.

Wie die Boulevardzeitung berichtet, sind trotz Umzugsprämien von bis zu 15 000 € und höherer Löhne in Rastatt derzeit nur 500 Beschäftigte in Bremen zu einem Wechsel bereit. „Wir gehen davon aus, dass wir das hinbekommen“, sagte der Sprecher dazu. Im Frühjahr hatte DaimlerChrysler bereits versucht, 1000 seiner Mitarbeiter in Sindelfingen durch finanzielle Anreize zu einem Wechsel ins 100 Kilometer entfernte Rastatt zu motivieren. Nur 100 hatten sich damals gemeldet.

Daimler-Chrysler hat sich im Juli verpflichtet, bis 2012 auf Kündigungen in Deutschland zu verzichten.

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