Wechselkursvorteile federn höhere Kosten für Eisenerz und Kohle ab, die Aktien klettern auf höchsten Stand seit 2002
Europas Stahlhersteller verdienen mehr

Stahl ist heiß begehrt an der Börse. Die Branche profitiert vom großen Stahlhunger Chinas und dem beginnenden Konjunkturaufschwung in Europa. Analysten erwarten, dass höhere Preise und eine steigende Nachfrage in diesem Jahr die Firmengewinne kräftig ankurbeln werden.

DÜSSELDORF. Die US-Bank Citigroup Smith Barney änderte soeben ihre Empfehlung für den luxemburgischen Weltmarktführer Arcelor von „Halten“ auf „Kaufen“.

Nach der jüngsten Kursrally sind die Aktien von Arcelor und der deutschen Nummer eins, Thyssen-Krupp, so teuer wie seit dem Jahr 2002 nicht mehr. Sogar die wirtschaftlich angeschlagene britisch- niederländische Corus-Gruppe, drittgrößter Stahlproduzent Europas, liegt klar im Aufwind. Im vierten Quartal 2003 war Stahl mit einem Kursplus von 28 % der Industriezweig mit dem höchsten Wertzuwachs innerhalb des Bloomberg European 500 Index.

Die Konsolidierung in der europäischen Stahlindustrie seit Mitte der 90er-Jahre wirkt sich positiv aus. Erst schlossen sich Thyssen und Krupp zusammen. Dann fusionierten British Steel und die niederländische Hoogovens, und schließlich, 2002, Luxemburgs Arbed, die spanische Aceralia und Frankreichs Usinor zu Arcelor.

Die Zeiten heftiger Preiskämpfe unter den Stahlherstellern sind vorbei, insbesondere Arcelor verfolgt eine strikte Politik: Preis geht vor Menge. Im Schlepptau des Branchenprimus’ konnten die kleineren Konkurrenten deshalb schon im vergangenen Jahr trotz schwacher Nachfrage in Europa die Preise mehrfach erhöhen. Nach einer weiteren Runde im Januar hat sich das wichtige Produkt Warmbreitband mit 310 Euro pro Tonne gegenüber dem Tief vom März 2002 bereits um mehr als die Hälfte verteuert.

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