Wegen A400M-Problemen

Frankreich erwägt Kauf von US-Maschinen

Ein weiterer Rückschlag für den europäischen Airbus-Konzern? Laut Medien denkt Frankreich wegen A400M-Problemen darüber nach, US-Maschinen zu kaufen. Airbus kämpft seit Jahren mit Verspätungen und Pannen.
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Bei der Auslieferung des militärischen Transportflugzeugs A400M gibt es Verzögerungen. Quelle: dpa
Verzögerung bei Auslieferung

Bei der Auslieferung des militärischen Transportflugzeugs A400M gibt es Verzögerungen.

(Foto: dpa)

ParisWegen der Probleme mit dem neuen Militärtransporter Airbus A400M erwägt Frankreich einem Medienbericht zufolge den Kauf von Flugzeugen in den USA. Im Gespräch sei die Anschaffung von Maschinen vom Typ C-130J Super Hercules, berichtete das französische Fachblatt "Aero et Cosmos". Demnach könnte es zwischen den Regierungen in Paris und Washington eine Einigung in den kommenden Wochen geben. Die französischen Streitkräfte verfügen bereits über ältere Hercules-Typen vom Typ C-130H. Das viermotorige Propellerflugzeug wird von Lockheed Martin gebaut.

Der Kauf wäre ein weiterer Rückschlag für den europäischen Airbus-Konzern, der beim A400M seit Jahren mit Verspätungen und Pannen kämpft. Frankreich hat sechs Exemplare erhalten. In diesem Jahr sollen weitere sechs Maschinen übernommen werden. Die französische Rüstungsagentur hatte kürzlich Zweifel geäußert, ob bestimmte Funktionen des A400M rechtzeitig zur Verfügung stehen. Dazu gehört die Luftbetankung von Hubschraubern.

Das sind die Verkaufsschlager von Airbus
Rekordjahr für Airbus: Flugzeugverkäufe verdoppelt
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Platz 12 - A330-200F - 26 ausgelieferte Flugzeuge

Das am wenigsten verkaufte Flugzeug von Airbus ist die Frachtversion der A330-200. Am 5. November 2009 erfolgte der Erstflug vom Flughafen Toulouse-Blagnac aus (Foto). Der neue Frachter hat eine etwas höhere Nutzlast als das bisherige A300-Frachtmodell sowie eine größere Reichweite. Bei den Passagierversionen der A330 ist der Kabinenboden beim Aufenthalt am Boden leicht abschüssig, da das Bugfahrwerk etwas kürzer als das Hauptfahrwerk ist. In der Frachtversion ist das Fahrwerk leicht versetzt, damit der Boden eben ist. Anders als in der Passagierversion wurde die Technologie der A380 verbaut. Im Juli 2010 wurde der erste Airbus A330-200F im Rahmen der Farnborough International Airshow an Etihad Crystal Cargo ausgeliefert. Kostenpunkt für den Flieger: 224,8 Millionen Dollar laut Airbus-Preisliste.

Stand: Ende Mai 2014, Quelle: Airbus, Statista

A318
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Platz 11 - A318 - 79 ausgelieferte Flugzeuge

Die A318 fasst in der normalen Ausstattung rund 107 Passagiere und ist die kleinste Version des A320. Kurz nach dem Erstflug am 15. Januar 2002 sorgten Probleme mit den Triebwerken für Negativschlagzeilen, einige Bestellungen wurden storniert. Daraufhin wurde die Technik überarbeitet. Ein Airbus A318 kostet laut Liste 71,9 Millionen Dollar. Da leichtere Konkurrenz insbesondere des brasilianischen Flugzeugbauers Embraer deutlich wirtschaftlicher ist, fallen die Verkaufszahlen des kleinen Airbus-Jets relativ gering aus. Der sogenannte „Baby-Bus“ wird von Air France, Avianca und British Airways eingesetzt.

Thai traditional dancers perform in front of a new A340-500 during a ceremony at Bangkok International Airport
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Platz 10 - A340-500/600 - 131 ausgelieferte Flugzeuge

Die Ultralangstreckenversion des A340 wurde unter anderem auf dem längsten Linienflug der Welt eingesetzt. Den 16.668-Kilometer-Flug zwischen Singapur und New York hat Singapore Airlines allerdings eingestellt. Damit das Flugzeug genug Treibstoff für diese Reichweite hat, ist im Rumpf ein zusätzlicher Tank eingebaut. Bester Abnehmer der Modells ist Emirates.

huGO-BildID: 33852277 Ruler of Dubai Sheikh Mohammed Bin Rashid al-Maktoum (L) walks past an Emirates Airline's Airbus A380 as he attends the op
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Platz 9 - A380 - 132 ausgelieferte Flugzeuge

Das größte Modell der zivilen Luftfahrt machte immer wieder mit Haarrissen in den Tragflächen negative Schlagzeilen. Auch in der Entwicklungsphase musste Airbus immer wieder Rückschläge hinnehmen. Der Riesenflieger ist noch dazu nicht gerade ein Verkaufsschlager. Größter Kunde ist die arabische Airline Emirats (hier links im Bild: Dubais Herrscher Scheich Al Maktum). Der Listenpreis liegt derzeit bei 414,4 Millionen Dollar pro Maschine, allerdings können die meisten Fluggesellschaften mit deutlichen Rabatten rechnen.

Fraport Hauptversammlung
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Platz 8 - A340-200/300 - 246 ausgelieferte Flugzeuge

Die A340-200 ist rund fünf Meter kürzer als die Grundversion und wird vor allem auf Langstrecken eingesetzt. Entwickelt wurde das Modell ab 1987, im Jahr 1993 nahm die erste Maschine bei der Lufthansa ihren Dienst auf. Bis heute gehört die deutsche Airline zu den wichtigsten Nachfragern der A340-200. Durch sein leichtes Gewicht hat der Flieger eine Reichweite von durchschnittlich 14.000 Kilometern. 1994 stellte eine Maschine sogar einen Reichweitenrekord für vierstrahlige Passagiermaschinen auf und flog bei einem Testflug von Paris nach Auckland 19.000 Kilometer weit. Doch wegen der hohen Betriebskosten blieb die Nachfrage gering.

Beginn der 13. Deutsch-Russische Regierungskonsultationen
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Platz 7 - A310 - 255 ausgelieferte Flugzeuge

Die zweistrahlige Maschine wurde nur bis 2007 verkauft. Als Weiterentwicklung der A300 ist sie besonders beliebt als Regierungsflugzeug. Neben deutschen Ministern fliegen auch Regierungsmitglieder aus Thailand, Frankreich, Kanada, Pakistan und Spanien mit der Airbus-Maschine. Als Frachtmaschine für Fedex fliegen derzeit 30 Maschinen dieses Typs, als Passagiermaschine war die A310 unter anderem bei Singapore Airlines und der Lufthansa im Einsatz.

An Airbus A330-300 aircraft of Taiwan's Eva Airlines is seen with Hello Kitty motifs in Taoyuan International Airport, northern Taiwan
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Platz 6 - A330-300 - 525 ausgelieferte Flugzeuge

Das Langstreckenflugzeug ist bei den Kunden weiterhin gefragt. Rund 300 Passagiere können in der Großraummaschine transportiert werden, der aktuelle Listenpreis beträgt rund 246 Millionen Euro. Wichtigster Abnehmer ist die chinesischer Airline Cathay Pacific. Hier im Bild: Ein Flieger der taiwanischen Eva Airlines im „Hello Kitty“-Design.

Airbus erklärte, man arbeite daran, für diese Funktion eine Zertifizierung zu bekommen. Es gebe keine Hinweise darauf, dass Frankreich weniger Flugzeuge als vereinbart abnehme. Das US-Außenministerium, dass Rüstungsverkäufe ins Ausland genehmigt, gab zunächst keine Stellungnahme ab.

Die Bundeswehr soll in den kommenden Jahren insgesamt 53 A400M erhalten, von denen 13 direkt weiterverkauft werden sollen. Auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte den Konzern wegen der Probleme kritisiert. Es gehe um Deutschlands Verlässlichkeit in seinen Bündnissen. Airbus-Chef Tom Enders stellte zuletzt ein Ende der Querelen in Aussicht. Die Militärfliegersparte des Konzerns wird umgebaut.

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