Wegen großer Nachfrage: Siemens verlängert Amnestie

Wegen großer Nachfrage
Siemens verlängert Amnestie

Siemens hat zur Aufarbeitung der Korruptionsaffäre sein Amnestieprogramm für Mitarbeiter um einen Monat verlängert. Die interne Kronzeugenregelung, die ursprünglich am Donnerstag auslaufen sollte, gelte nun bis Ende Februar. Offenbar haben zahlreiche Mitarbeiter sie in den letzten Tagen genutzt.

HB MÜNCHEN. In den vergangenen Wochen habe es einen großen Zulauf von Mitarbeitern gegeben, die Informationen über Schmiergeldflüsse preisgeben wollten, teilte das Unternehmen in München mit.

Siemens hat reumütigen Mitwissern zugesichert, keinen Schadenersatz von ihnen zu verlangen und sie nicht vor die Tür zu setzen. "Das Amnestie-Programm erweist sich als großer Erfolg", urteilte Rechtsvorstand Peter Solmssen. Insgesamt 66 Beschäftigte hätten sich gemeldet und sich selbst oder andere belastet. In zehn Fällen sei den Hinweisgebern Amnestie gewährt worden, zwei Mal sei dies abgelehnt worden. Der großen Mehrzahl der Informationen werde noch nachgegangen, hieß es.

Vor allem in den letzten Januartagen haben sich offenbar zahlreiche Mitarbeiter noch ein Herz gefasst. Am 22. Januar hatte Siemens noch von 33 Tippgebern gesprochen. "Wir freuen uns, dass so viele Mitarbeiter davon Gebrauch gemacht haben und somit die Aufklärung beschleunigen". erklärte Solmssen. Siemens hatte die Aktion im vergangenen November begonnen, um möglichen Korruptionszahlungen an den öffentlichen Sektor besser auf die Spur zu kommen. Von der Amnestie ausgenommen sind ehemalige und aktive Vorstände.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%