Wegen hoher Energiepreise
Stora Enso macht Produktion in Düsseldorf dicht

Das traditionsreiche Papierwerk des finnischen Konzerns Stora Enso in Düsseldorf wird stufenweise bis zum Jahresende 2007 stillgelegt. Die Unternehmensleitung sei bestrebt, die 370 Beschäftigten an andere Bereiche zu vermitteln und einen Sozialplan aufzustellen, teilte Stora Enso am Mittwoch mit. Der Grund sei die mangelhafte Rentabilität der Produktionsstätte.

HB DÜSSELDORF. Das gut 100 Jahre alte Werk im Stadtteil Reisholz war lange Zeit unter dem Namen Feldmühle tätig, das bis zum Verkauf an die schwedische Stora 1990 zum Flick-Konzern gehörte. Acht Jahre später wurde Stora mit der finnischen Enso fusioniert. Produziert werden in Reisholz Pressedruck- und Katalogpapiere.

Begründet wurde die Schließung mit erheblichen Überkapazitäten in der Branche: Trotz umfangreicher Sparprogramme sei keine nachhaltige Verbesserung der Wirtschaftlichkeit erreicht worden. Grund hierfür seien auch die im europäischen Vergleich überdurchschnittlich hohen Energiekosten in Deutschland sowie die stark gestiegenen Rohstoffpreise.

Die jetzt beschlossene Stilllegung soll die Rentabilität des Stora Enso-Konzerns verbessern. Die Versorgung der Kunden sei durch andere Werke sichergestellt. Geschlossen wird darüber hinaus auch der niederländische Standort Berghuizer mit knapp 300 Beschäftigten. Diese beiden Werke standen ebenso wie die Anlagen von Stora Enso in Uetersen bei Hamburg und Summa in Finnland auf einer Prüfliste. Die beiden letzteren bleiben erhalten. Das Werk Uetersen liege in der Nähe von Großkunden und habe seine Ertragskraft erhöht, hieß es zur Begründung.

Für die Werksschließungen muss der Konzern tief in die Kasse greifen: Im dritten Quartal werde das Unternehmen im Zusammenhang der Schließungen Rückstellungen und Abschreibungen in Höhe von 271 Mill. Euro ausweisen, hieß es weiter. Ein beträchtlicher Teil der Barkosten werde voraussichtlich durch Einnahmen aus möglichen Anlagenverkäufen ausgeglichen. Der Standort Reisholz verfügt mit zwei Papiermaschinen über eine Kapazität von 215 000 Tonnen.

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