Wegen Katalonien-Krise Seat verschiebt Werbung für neues Modell

Der Streit in und um Katalonien wirkt sich auf die Vorhaben des spanischen Autobauers Seat aus. Die VW-Tochter verschiebt die Marketingphase für sein neues Automodell. Der Name bleibt geheim.
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Der spanische Autobauer verschiebt die Ankündigung seines neuen Modellnamens. Quelle: Reuters
Seat

Der spanische Autobauer verschiebt die Ankündigung seines neuen Modellnamens.

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BerlinWegen der Katalonien-Krise will der spanische Autobauer Seat den Namen für sein neues Automodell vorerst für sich behalten. „Die aktuelle politische Situation hat uns dazu veranlasst, die Ankündigung zu verschieben“, teilte die VW-Tochter am Dienstag mit. Davon seien auch andere Marketingmaßnahmen für den neuen Seat-Geländewagen betroffen. Ein Sprecher erläuterte, man suche nach einem geeigneteren Zeitpunkt für die Bekanntgabe, da die Medien derzeit vom Streit über die katalanischen Autonomiebestrebungen beherrscht seien.

Ursprünglich hatte Seat den Namen des siebensitzigen Geländewagens ein Jahr vor der für 2018 geplanten Markteinführung veröffentlichen wollen. Nun soll das Marketing wohl erst Anfang kommenden Jahres ernsthaft in Angriff genommen werden. Die Vorbereitungen für die Produktion und den Vertrieb des Modells, das im Stammsitz von VW in Wolfsburg vom Band laufen soll, seien davon nicht betroffen, betonte der Sprecher. Wegen der Proteste in Katalonien hatte Seat Anfang des Monats vorübergehend die Produktion in seinem Werk in Martorell unweit von Barcelona stoppen müssen, weil die Lieferung von Teilen stockte.

Das sind die Renditekönige der Autowelt
Platz 10 - Hyundai - Ebit-Marge: 5,3 Prozent
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Die Rendite der Koreaner hat in den ersten neun Monaten kräftig gelitten. 2,99 Milliarden Euro Gewinn bedeuten neun Prozent weniger als im Vorjahr. Das reicht allerdings immer noch für die Top Ten – allerdings nur, weil die französischen Konzerne Renault und PSA nicht in der Statistik auftauchen. Die Franzosen machten im dritten Quartal keine Ebit-Angaben.

Quelle: EY, Stand: 1.-3. Quartal 2017

Platz 9 - Honda - Ebit-Marge: 5,4 Prozent
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Die Japaner haben ihren Gewinn in den ersten drei Quartalen um neun Prozent auf 4,78 Milliarden Euro gesteigert. Bei der Marge hat Honda damit deutliche Fortschritte gemacht.

Platz 8 - FCA - Ebit-Marge: 5,7 Prozent
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Die Italiener haben mit Jeep eine unschlagbare Gewinnmaschine im Konzern. Ein Plus von 22 Prozent in den ersten neun Monaten spricht eine deutliche Sprache. Der Gewinn von Fiat-Chrysler stieg auf 4,65 Milliarden Euro.

Platz 7 - Nissan - Ebit-Marge: 5,7 Prozent
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Anders als die Schwester Renault verläuft das Jahr für Nissan dürftig. Der Absatz stagniert, der Gewinn ist sogar um fünf Prozent auf 4,19 Milliarden Euro eingebrochen. Im Branchenvergleich ist das aber immer noch in Ordnung.

Platz 6 - Volkswagen - Ebit-Marge: 6,2 Prozent
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Der Schein trügt. Die Marge des VW-Konzerns fällt im Vergleich mit der Konkurrenz zwar gut aus – doch das geht vor allem auf die Kappe der Premiummarken Audi und Porsche. Die Kernmarke VW erwirtschaftet bestenfalls unterdurchschnittliche Renditen. Dank überwundener Dieselkrise steigt der Gewinn in den ersten neun Monaten trotzdem um satte 23 Prozent auf 10,64 Milliarden Euro.

Platz 5 - Toyota - Ebit-Marge: 7,1 Prozent
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Für den erfolgsverwöhnten Branchenprimus lief das Jahr bislang durchwachsen – vor allem, weil die Japaner großen Wert auf ihre Profitabilität legen. Der Gewinn sank aber um acht Prozent auf 12,34 Milliarden Euro. Das ist allerdings in absoluten Zahlen immer noch der höchste Gewinn in der Industrie.

Platz 4 - General Motors - Ebit-Marge: 7,5 Prozent
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Mary Barra regiert beim US-Autobauer mit eiserner Hand – und richtet ihn gnadenlos auf Effizienz aus. Wegen Verlusten aus dem Opel-Verkauf sank der Gewinn in den ersten neun Monaten damit um sechs Prozent auf 7,27 Milliarden Euro.

Seat wählt traditionell geografische Namen für seine Autos. Für den neuen Geländewagen sind Aranda, Avila, Tarraco und Alboran in der engeren Wahl.

  • rtr
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