Wegen Schiefergas-Boom
Brenntag baut sein US-Geschäft aus

Sie gehen auf Einkaufstour: Der Weltmarktführer unter den Chemikalienfirmen Brenntag festigt so seine Stellung am US-Markt. Denn in den USA verheißt die in Europa viel kritisierte Schiefergasförderung Wachstumschancen.
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FrankfurtDer Chemikalien-Händler Brenntag treibt seine Geschäfte in den USA mit einem Zukauf voran. Für 42 Millionen Dollar werde die in Texas ansässige Chemielogistik-Firma Philchem übernommen, kündigte Brenntag am Dienstag in Mülheim an. Mit dem Zukauf setzt der weltgrößte Chemikalienhändler auf wachsende Nachfrage nach seinen Logistik-Diensten in den USA, wo der Schiefergas-Boom aktuell in der Chemiebranche für Aufbruchsstimmung sorgt. „Wir erwarten eine Verschiebung der globalen Produktflüsse in Folge der Schiefergaserschließungen in Nordamerika“, erklärte der Nordamerika-Chef von Brenntag, Markus Klähn. Brenntag erwirtschaftete 2013 in der Region einen Umsatz von 3,14 Milliarden Euro - ein Plus von 2,6 Prozent.

Seit 2007 schluckte Brenntag eine Vielzahl kleinerer und mittelgroßer Firmen und ist dadurch stark gewachsen. Konzernchef Steven Holland hatte im März angekündigt, dieses Jahr wieder stärker auf Einkaufstour zu gehen. Üblicherweise gibt Brenntag für Zukäufe 200 bis 250 Millionen Euro im Jahr aus. 2013 waren es dagegen nur rund 50 Millionen Euro. Philchem mit Sitz in Houston setzte im vergangenen Geschäftsjahr 162 Millionen Dollar um - der operative Gewinn lag bei 6,1 Millionen Dollar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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