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Wegen Streiks: Boeing drohen weitere Verzögerungen bei Dreamliner

Wegen eines Streiks in den USA drohen dem US-Flugzeugbauer Boeing weitere Verzögerungen bei der Auslieferung seines Prestigeprojekts 787 Dreamliner an japanische Kunden.

HB TOKIO. Der Konzern müsse die Lage neu bewerten, wenn der bereits seit gut drei Wochen andauernde Arbeitskampf beendet sei, sagte der Vize-Marketing-Chef der Zivilflugzeugsparte, Randy J. Tinseth, am Dienstag. "Dann wird es uns möglich sein, unsere Produktion, unsere Auslieferungen und den Zeitplan für den 787 neu einzuschätzen."

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Mit seinen Äußerungen schürte Tinseth neue Befürchtungen bei Analysten, dass sich die Auslieferung des 787 weiter verspäten könnte. "Es scheint, als hätte Boeing keine Ahnung, wie lange der Streik noch dauert. Deshalb machen sich die Fluggesellschaften Gedanken, wann sie den 787 geliefert bekommen", sagte Osuke Itazaki von Credit Suisse. Japans zweitgrößte Fluglinie All Nippon Airways (ANA) sollte den Dreamliner ursprünglich als erste Fluglinie im Mai 2008 bekommen. Mittlerweile rechnet ANA mit der Lieferung nicht vor August 2009. Den Kapazitätsengpass will die Airline durch den Einsatz von Boeing-Flugzeugen des Types 767-300ER kompensieren.

Japan Airlines, die größte Fluggesellschaft des Landes, einigte sich vergangene Woche mit dem US-Konzern darauf, den Dreamliner im Oktober 2009 zu erhalten - 14 Monate später als anfangs geplant. Fast alle japanischen Airlines beziehen ihre Flugzeuge vom amerikanischen EADS-Rivalen. Für den 787 - ein mittelgroßes Flugzeug für die Langstrecke - gibt es laut Boing insgesamt 985 Bestellungen von 57 Firmen.

In den USA streiken seit dem 6. September rund 27 000 gewerkschaftlich organisierte Boeing-Mechaniker. Sie fordern 13 Prozent mehr Lohn und lehnen Einschnitte bei betrieblichen Zuschüssen zur Krankenversicherung ab.

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