Wegen Zusatzkosten für A400M
EADS muss von Prognose abrücken

Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS rückt wegen zusätzlicher Kosten für seinen Militärtransporter A400M von seiner Gewinnprognose für 2007 ab. Eine neue Prognose gibt es noch nicht, die Korrektur wird aber erheblich sein.

HB MÜNCHEN. Wie EADS am Montag mitteilte, erwartet der Konzern für den A400M Mehrausgaben von 1,2 bis 1,4 Milliarden Euro, davon alleine mehr als eine Milliarde Euro bei der Tochter Airbus. Mitte Oktober hatte EADS bekanntgegeben, dass der Auslieferungsplan des A400M wie schon beim A380 nicht eingehalten werden kann.

Eine neue Prognose will der Konzern am Donnerstag mit den Zahlen zum dritten Quartal bekanntgeben. Bislang hat EADS bei 440 bis 450 ausgelieferten Airbus-Flugzeugen für 2007 mit einem Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich gerechnet. Das Ebit sollte weitgehend auf dem Niveau von 2006 liegen. Im vergangenen Jahr hatte EADS belastet durch die Lieferverzögerungen beim A380 und der damit verbundenen Mehrkosten sowie Schadenersatzzahlungen operativ lediglich 399 Millionen Euro verdient.

Der A380 wurde mit fast zweijähriger Verspätung ausgeliefert, die erste Maschine nahm erst vor kurzem ihren Liniendienst bei Singapore Airlines auf.

Nun entpuppt sich der A400M als nächstes Sorgenkind. Dessen Auslieferung verschiebt sich mindestens um sechs Monate bis Frühjahr 2010. Erstkunde Frankreich könnte aber auch bis Herbst 2010 warten müssen, räumte EADS bereits ein.

Insgesamt haben neun Nationen 192 Airbus-Militärtransporter bestellt. Grund für die Verschiebung ist unter anderem die Entwicklung der riesigen Propellertriebwerke, die zu den größten ihrer Art gehören. „Diese Zahlen beinhalten keine neuen möglichen Ergebnisse, die sich aus dem Flugtestprogramm, der Triebwerksentwicklung und militärischen Systemen ergeben können“, hieß es am Montag von EADS.

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