Weißrussland
Lukaschenko will Belaruskali sofort verkaufen

Weißrussland steckt in der Finanzkrise: Präsident Lukaschenko will daher den Staatskonzern Belaruskali, den drittgrößten Kali-Hersteller der Welt, schnellstmöglich verkaufen. Einen Preis hat der Präsident schon im Auge.
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MinskDie vor dem Ruin stehende Republik Weißrussland hat den kompletten Verkauf des Düngemittelherstellers Belaruskali für 30 Milliarden US-Dollar (20,7 Mrd. Euro) in Aussicht gestellt. „Legen Sie mir das Geld auf den Tisch, dann sind Sie morgen Chef des Unternehmens“, sagte Staatspräsident Alexander Lukaschenko am Freitag in Minsk.

Berichten zufolge soll der russische Oligarch Sulejman Kerimow vor einer Beteiligung am drittgrößten Kali-Hersteller der Welt stehen. „Ich habe noch mit niemandem verhandelt“, erklärte dazu Lukaschenko. Die Ex-Sowjetrepublik ist in ihrer schwersten Finanzkrise seit 20 Jahren massiv auf Auslandshilfe angewiesen.  

„Es gibt Interessenten, aber es wird nicht billig“, sagte Lukaschenko nach Angaben der Agentur Belapan. „Mit 30 Milliarden Dollar können wir drei andere Unternehmen wie Belaruskali mit neuer Technologie aufbauen und haben noch Geld übrig für das Volk.“ Bisher hieß es, die autoritäre Führung in Minsk wolle höchstens die Hälfte des Unternehmens verkaufen.

Zuletzt forderten aber Russland und der Internationale Währungsfonds (IWF) von Weißrussland, im Kampf gegen den Staatsbankrott verstärkt Staatsvermögen zu verkaufen. Erst am Vortag hatte Russland wegen unbezahlter Rechnungen von 1,5 Milliarden Rubel (etwa 37 Mio. Euro) Stromlieferungen an Weißrussland reduziert.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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