Weiter Umsatzsteigerung erwartet
Beiersdorf bleibt vorsichtig

Beiersdorf erwartet für das Jahr 2004 eine Umsatzsteigerung, mit konkreten Prognosen hält sich der Kosmetikkonzern aber gesichts der unklaren Währungs- und Konjunkturaussichten weiter zurück.

HB HAMBURG. Konzernchef Rolf Kunisch bekräftigte auf der Hauptversammlung am Donnerstag in Hamburg lediglich seine vorsichtige Voraussage, wonach der Umsatz 2004 im Vergleich zum Vorjahr steigen soll. In den kommenden Jahren wolle Beiersdorf seine Erlöse aus eigener Kraft dann um über acht Prozent pro Jahr steigern und seinen Umsatz binnen zehn Jahren so verdoppeln. Für zusätzliches Wachstum könnten Unternehmensübernahmen sorgen, sagte der Beiersdorf-Chef weiter, nannte aber keine konkreten Vorhaben. Er sagte lediglich, falls sich entsprechende Möglichkeit böten, werde man schnell zugreifen. Eine Aktionärsvertreterin kritisierte den Aktienrückkauf von Beiersdorf und erwägt eigenen Angaben zufolge rechtliche Schritte gegen Hauptversammlungs-Beschlüsse.

„Für das Jahr 2004 erwarten wir eine Umsatzsteigerung über der des letzten Jahres und Umsatzrenditen auf der Rekord-Höhe des Vorjahres“, sagte Kunisch. Gleichzeitig wiederholte der Beiersdorf-Chef die Wachstumsaussichten für die folgenden Jahre. Der Konzern sei gut aufgestellt. „Deswegen glauben wir, dass wir im Jahr 2010 ein Unternehmen mit einem Umsatz von etwa acht Mrd. € sein könnten, mit einer Rentabilität, die dem internationalen Vergleich mit den Besten Stand hält.“ Mittelfristig wolle Beiersdorf seine Nettoumsatzrendite auf über sieben Prozent steigern. Im vergangenen Jahr 2003 hatte Beiersdorf eine Nettoumsatzrendite von 6,4 % erzielt.

Mit Blick auf mögliche Unternehmenszukäufe sagte Kunisch, das Management habe „ein sehr genaues Bild über mögliche Kandidaten überall auf der Welt“. Eine Region, die für Zukäufe besonders in Frage komme, hob er dabei nicht hervor. Auch äußerte er sich nicht zu möglichen Kandidaten für Zukäufe.

Eine Aktionärsvertreterin kündigte an, Hauptversammlungsbeschlüsse möglicherweise anzufechten, falls Vorstand und Aufsichtsrat wie beantragt entlastet würden. Der Rückkauf von knapp zehn Prozent eigener Aktien zum Beginn dieses Jahres aus einem Paket des Allianz-Konzerns sei abgestimmt mit anderen Investoren erfolgt und daher womöglich nicht rechtens, sagte Gabriele Muthreich von der belgischen Beratungsfirma Deminor zur Begründung. Deminor berät ihren Angaben zufolge internationale Investoren, die sich durch den Rückkauf benachteiligt sehen. Das Bundeasufsichtsamt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte bereits im Januar erklärt, der Rückkauf sei rechtmäßig und es habe sich nicht um ein abgestimmtes Verhalten gehandelt. Beiersdorf hatte im Rahmen der Mehrheitsübernahme durch ein Konsortium um den Hamburger Kaffeeröster Tchibo knapp zehn Prozent eigene Anteile zurückgekauft.

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