Weitere Arbeitsplätze verloren gegangen
Metall- und Elektroindustrie am Scheideweg

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall erwartet in diesem Jahr zwar ein Wachstum von drei Prozent. Doch was danach kommt, scheint derzeit offen. Die konjunkturellen Signale jedenfalls sind nach Aussagen des Verbandes widersprüchlich.

HB BERLIN. „Voraussichtlich wird die Metall- und Elektroindustrie 2005 gegenüber dem Vorjahr um knapp drei Prozent wachsen“, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Heike Maria Kunstmann, der Zeitung „Die Welt“. Dem jüngsten Konjunkturbericht des Verbandes zufolge, der der Zeitung vorliege, habe sich die im zweiten Halbjahr 2004 positive Beschäftigungsentwicklung in den ersten vier Monaten dieses Jahres nicht fortgesetzt. „Bis Mitte April gingen 25 000 Arbeitsplätze verloren“, zitierte die Zeitung aus dem Bericht. Mitte Mai seien in den gewerblichen Berufen der Metall- und Elektroindustrie 551 000 Arbeitslose gezählt worden, ein Plus von 7,3 % gegenüber dem Vorjahr. Die Metall- und Elektroindustrie ist mit 3,4 Millionen Beschäftigten die größte deutsche Industriebranche.

Auch habe sich die Geschäftsstimmung zur Jahresmitte 2005 weiter eingetrübt, berichtete die Zeitung. Bei den Geschäftserwartungen sei der Saldo aus „besser“ und „schlechter“ erstmals seit Jahren wieder deutlich ins Minus gefallen. Die aktuelle Geschäftslage sei knapp unter der Nullinie geblieben. Kunstmann sagte, es sei derzeit nicht absehbar, welchen Kurs die Metall- und Elektroindustrie einschlagen werde. Die konjunkturellen Signale seien weiter widersprüchlich.

„Einerseits befindet sich die Produktion wieder auf Wachstumskurs. Andererseits lassen die Auftragseingänge und die deutliche Verschlechterung der Stimmungsindikatoren die Sorge aufkommen, dass dem Aufschwung schon bald die Luft ausgehen könnte“, sagte Kunstmann. Besonders der hohe Ölpreis und eine erhebliche Materialverteuerung belasteten den Absatz. Dem Konjunkturbericht zufolge sei die Nachfrage nach Erzeugnissen der Metall- und Elektroindustrie in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres leicht gesunken, berichtete die Zeitung.

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