Weitere Entlassungen geplant
Textilhändler erwarten 2005 Umsatzminus

Der Negativtrend im Textileinzelhandel hält an: Der Umsatz wird 2005 zwischen 1,0 und 1,5 Prozent sinken.

HB DÜSSELDORF. Ursprünglich hatte die Branche auf ein kleines Plus gehofft. Außerdem haben die Textilhändler wie schon in den vergangenen neun Jahren Verluste zu verkraften. Auch 2006 wird der negative Trend anhalten, wie der Verband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) mitteilte.

Die größten Probleme des Textileinzelhandels seien weiterhin, dass zu wenige Kunden in die Läden kommen und die Erträge wegbrechen. Das liegt laut BTE vor allem an der hohen Arbeitslosigkeit und der Verunsicherung der Verbraucher. Außerdem steigt die Konkurrenz durch branchenfremde Wettbewerber wie Tchibo, Lidl und Aldi. Die Misere zog 2004 rund 2 000 Betriebsschließungen nach sich. Fünf Prozent der Mitarbeiter wurden entlassen. Auch in Zukunft dürfte die Zahl der Mitarbeiter im Textileinzelhandel – derzeit sind es rund 300 000 – weiter sinken, sagt BTE-Präsident Klaus Magnus. „Die Branche muss die Kosten senken, und die Mitarbeiter sind der größte Kostenblock.“ 27 Prozent der Händler planen, Mitarbeiter zu entlassen; nur sieben Prozent wollen neue einstellen, wie der BTE in einer Mitgliederbefragung herausfand. Magnus fügte hinzu: „Die Qualität der Mitarbeiter soll aber durch bessere Ausbildung steigen.“

Immerhin glauben mehr als die Hälfte der Textileinzelhändler, dass auch 2006 die Erträge weiter sinken werden. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer, über die derzeit in Berlin verhandelt wird, würde die Situation der Einzelhändler noch verschlimmern. Magnus weist darauf hin, dass diese vor allem die Textil-Händler und weniger deren Kunden belasten würde: „Wir können die Preise nicht über Nacht um zwei oder drei Prozent erhöhen. Schon jetzt haben wir eine Gewinnmarge von nur 0,8 Prozent.“

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