Weitere Kraftwerksprojekte
Vattenfall will kräftig investieren

Der drittgrößte deutsche Energiekonzern will seine milliardenschweren Investitionspläne für die kommenden Jahre nochmals um eine Milliarde Euro aufstocken. Vattenfall Europe plant mit dem Geld zusätzliche Kraftwerksprojekte.

HB BERLIN. Insgesamt sollten bis ins Jahr 2010 bis zu vier Mrd. € in neue Kraftwerke und den Aufbau des Leitungsnetzes gesteckt werden, sagte Vorstandschef Klaus Rauscher am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Berlin. Die Neubau-Pläne seien unabhängig von einer möglichen Verlängerung der Atomkraftwerk-Laufzeiten nach einer Bundestags-Neuwahl. „Wir haben zusätzlich zu unseren bisher publizierten Projekten noch weitere sinnvolle Vorhaben identifiziert“, erklärte Rauscher. Die Investitionen sollen komplett aus dem Cash-Flow finanziert werden.

Die Tochter des schwedischen Staatskonzerns Vattenfall AB versorgt in Deutschland mehr als drei Mill. Kunden mit Strom. Wichtigste Märkte sind Hamburg und Berlin. Die beiden dortigen Versorger HEW und Bewag sollen vom nächsten Jahr an auch offiziell den Namen Vattenfall tragen. Bei einem Umsatz von 10,7 Mrd. € blieb für Vattenfall Europe 2004 ein Überschuss von 264 Mill. € übrig. Im laufenden Jahr sollen Umsatz und Gewinn weiter steigen. Auf eine genauere Prognose legte sich Rauscher nicht fest.

Die zusätzlichen Investitionen sollen unter anderem für den Bau eines neuen Steinkohle-Kraftwerks in Hamburg verwendet werden. Außerdem sollen damit zwei neue Leitungen in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern finanziert werden. Auch der Bau eines Windparks in Ost- oder Nordsee werde „geprüft“, sagte Rauscher. Länger schon plant Vattenfall ein neues Braunkohle-Kraftwerk in Sachsen und eine Pilotanlage für ein Braunkohle-Kraftwerk in Brandenburg, das ohne den schädlichen Kohlendioxid-Ausstoß auskommt.

Rauscher äußerte die Hoffnung, dass bei einem möglichen Regierungswechsel nach der geplanten Neuwahl im September die Laufzeiten für Atomkraftwerke (AKW) verlängert werden. Dafür gebe es „starke klimapolitische wie wirtschaftliche Argumente“. Als erstes von insgesamt drei deutschen AKW mit Vattenfall-Beteiligung müsste im Jahr 2009 Brunsbüttel vom Netz.

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