Weitere Stellenstreichungen
Bei Seat tobt der Rotstift weiter

Die krisengeschüttelte VW-Tochter Seat will nach Gewerkschaftsangaben im Zuge ihrer Sanierung noch einmal rund 1300 Stellen streichen. Außerdem soll die Seat-Produktpalette erweitert werden, doch das Management setzt dabei vor allem auf alte Hüte.

HB MADRID. Die Seat-Führung habe signalisiert, dass zehn Prozent der aktuell 13 000 Jobs wegfallen sollten, verlautete am Montag aus Kreisen der Arbeitnehmervertreter. Seat erklärte dazu lediglich, VW habe grünes Licht für Maßnahmen gegeben, die die Zukunft des spanischen Autobauers sichern sollen. VW will mit seiner Tochter im kommenden Jahr wieder die Gewinnzone erreichen. Die Konzernführung wolle Entlassungen vermeiden, teilte Seat mit.

Die VW-Entscheidung über den Sanierungsplan sei ein Vertrauensvotum für die Marke Seat, betonte Seat-Chef Erich Schmitt. Dem Plan zufolge soll die Produktpalette der spanischen Tochter erweitert werden. So werde es künftig eine Allrad-Version des Seat Altea geben. Zudem soll das Modell Toledo ersetzt und eine Neuauflage des Erfolgsmodells Ibiza auf den Markt gebracht werden. Einem Sprecher zufolge könnte der neue Ibiza bereits 2008 vom Band laufen. „Mit diesen neuen Modellen hoffen wir, die Produktion in Martorell zu steigern und die Gewinnschwelle zu erreichen“, erklärte Seat. In Martorell bei Barcelona produzierte Seat im vergangenen Jahr 408 000 Autos, 23 000 mehr als im Vorjahr.

Vor einigen Jahren hatte eine Modelloffensive der VW-Tochter nur mäßiges Echo der Kunden gefunden. Wegen sinkender Umsätze, Streiks und Investitionen schrieb Seat 2005 einen Verlust von 62,5 Mill. Euro. Dies hatte Gerüchte ausgelöst, VW wolle die Verluste schreibende Tochter wieder loswerden. Seat einigte sich Ende 2005 mit den Gewerkschaften auf die Streichung von 660 Stellen. Im vergangenen Jahr war der Verlust auf knapp 50 Mill. Euro geschrumpft.

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