Weitere Übernahmen angekündigt
Brauriese Inbev hat Durst auf deutsches Bier

Der weltgrößte Bierbrauer Inbev will in Deutschland weitere Biermarken übernehmen. Beck's, Hasseröder und Franziskaner gehörden dem belgisch-brasilianischen Konzern schon.

HB/ire MÜNCHEN. „Die richtige Marke zum richtigen Preis würden wir uns ansehen“, sagte Inbev-Chef John Brock am Freitag in München. Deutschland sei für den Konzern einer der strategisch wichtigen Märkte in der Welt. Größe sei zwar kein Wert an sich; die Eroberung der Marktführerschaft aber nicht uninteressant.

Derzeit sieht sich InBev mit einem Marktanteil von 10 Prozent und einem Ausstoß von 12 Millionen Hektolitern im Jahr als Nummer zwei hinter dem Oetker-Konzern (Radeberger, Brau und Brunnen). Auch auf dem gesättigten deutschen Markt gebe es Wachstumspotenzial, sagte Deutschland-Chef Alain Beyens. „Wir wollen mit Beck's, Hasseröder und Franziskaner so aggressiv wachsen, wie wir können.“ Im schwierigen Markt setze der Konzern insbesondere auf die Markteinführung neuer Produkte wie zum Beispiel Mischgetränke.

Im ersten Halbjahr wuchs der Marktanteil von Inbev in Deutschland nach Konzernangaben um 0,2 Prozentpunkte. Besonders gut entwickelten sich Beck's mit einem Absatzwachstum von 12 Prozent. Hasseröder machte verlorenen Boden gut und legte um 6 Prozent zu. Zu Inbev gehören auch unter anderem die Münchner Spaten-Franziskaner- Löwenbräu-Gruppe und der Stuttgarter Dinkelacker-Schwaben Bräu.

Die Börse honorierte die guten Halbjahreszahlen, die der Konzern am Donnerstag vorgelegt hatte, aber nicht. Trotz eines Gewinnsprungs von fast 90 Prozent auf 382 Mill. Euro im ersten Halbjahr ging der Aktienkurs des belgisch-brasilianischen Braukonzerns Inbev am Donnerstag um rund 2 Prozent zurück. Analysten hatten am Tag zuvor noch mit einer glatten Verdoppelung des Nettogewinns von 205 Mill. Euro im gleichen Vorjahreszeitraum gerechnet.

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