Weitere Werksschließungen drohen
Südzucker sieht wegen EU-Entscheidung Rot

Die neue EU-Zuckermarktordnung hat deutliche Spuren in der Südzucker-Bilanz hinterlassen. Zudem musste eine Wertberichtigung vorgenommen werden. Der größte europäische Zuckerhersteller ist daher im abgelaufenen Geschäftsjahr in die roten Zahlen gerutscht.

HB MANNHEIM. Südzucker schließt angesichts der Belastungen durch die EU-Zuckerpolitik weitere Werksschließungen auch in Deutschland nicht aus. Vorstandschef Theo Spettmann sagte am Mittwoch in Mannheim, es sei aber zu hoffen, dass solche Schritte nicht nötig würden.

Trotz eines Verlusts will Südzucker seinen Aktionären nicht die Dividende für das Geschäftsjahr 2006/07 kürzen. Der Konzern wolle wie im Vorjahr 55 Cent je Aktie ausschütten, teilte Südzucker am Mittwoch in Mannheim mit. Auf Grund der EU-Zuckerpolitik war das Unternehmen mit 246 Mill. Euro in die Verlustzone gerutscht, nachdem im Vorjahr ein Überschuss von 305 Mill. Euro zu Buche gestanden hatte. Der Umsatz erhöhte sich um acht Prozent auf 5,8 Mrd. Euro, das operative Ergebnis sank um sieben Prozent auf 419 Mill. Euro.

Für das laufende Geschäftsjahr 2007/08 (per Ende Februar) rechnet Südzucker weiterhin im dominierenden Segment Zucker mit einem operativen Ergebnis nahe Null. Allerdings hofft die Firma auf Gewinnzuwächse in den Bereichen Biokraftstoff und Frucht. Im Konzern sei mit einem Rückgang des operativen Ergebnisses auf 120 bis 160 Mill. Euro zu rechnen. Der Umsatz soll auf 5,1 bis 5,3 Mrd. Euro sinken.

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