Weitere Zukäufe nicht ausgeschlossen
RWE-Chef bekräftigt Expansionspläne

„Wir wollen organisch wachsen, nicht durch große Akquisitionen“, sagte RWE-Konzernchef Harry Roels der „Financial Times Deutschland“ (Montagausgabe). Auch fühle sich der Essener Konzernriese durch die jüngsten Zukäufe des Konkurrenten Eon nicht unter Zugwang, so Roels weiter.

HB FRANKFURT. „Die Akquisitionen, die Eon in den vergangen Wochen publiziert hat, standen bei uns nicht im Vordergrund“, sagte RWE-Chef Harry Roels in einem Interview mit der „Financial Times Deutschland“ (FTD). Beide Konzerne haben unterschiedliche Strategien, begründete Roels die aktuelle Situation.

Roels bekräftigte zugleich die Expansionspläne seines Unternehmens, die insbesondere auf allenfalls mittelgroße Übernahmen in Osteuropa zielen. „Wir wollen organisch wachsen, nicht durch große Akquisitionen“, sagte der Konzernchef: „Ich schließe aber kleine oder mittlere Firmenzukäufe zur Abrundung des Portfolios nicht aus.“ Dies gelte für Gas- und Stromfirmen in Osteuropa und den deutschen Stromerzeuger Steag, sagte Roels dem Blatt zufolge.

RWE hatte im Sommer mit der RAG eine Eckpunktevereinbarung zur Kooperation in der Stromwirtschaft unterzeichnet. Sie enthält unter anderem eine Option, die RWE den Einstieg bei der RAG-Tochter Steag ermöglicht. „Wir werden sie sehr wahrscheinlich ausüben“, sagte Roels nun.

Nach dem deutlichen Schuldenabbau der vergangenen anderthalb Jahre sieht er günstige finanzielle Bedingungen für Zukäufe. „Die Stärkung unserer finanziellen Basis war bei meinem Amtsantritt ein vordringliches Ziel - zum Jahresende 2004 werden wir erreichen, was wir angekündigt haben.“

Deutschlands größter Versorger Eonhatte zuletzt den Einstieg ins Gasgeschäft des ungarischen Energiekonzerns Mol bekannt gegeben. Der Konzern strebt weitere Übernahmen in Osteuropa an. Sehr große Akquisitionen sind nach Worten von Eon-Chef Wulf Bernotat allerdings nicht zu erwarten.

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