Weiterer Imageschaden für Marke Mitsubishi
Mitsubishi Fuso ruft 190 000 LKW zurück

Der japanische Lkw-Hersteller Mitsubishi Fuso ruft 190 000 Fahrzeuge zurück. Mitsubishi Fuso-Chef Wilfried Porth sagte, die Rückrufaktion wäre bereits 1996 fällig gewesen. Dass dies nicht geschehen sei, sei Ausdruck einer „Firmenkultur der Vertuschung“ gewesen, kritisierte Porth. Der Daimler-Chrysler-Tochter droht nun ein Prozess.

HB TOKIO. Das zu Daimler-Chrysler gehörende Unternehmen teilte am Donnerstag dazu mit, eventuell habe ein Fehler am Kupplungsgehäuse eines Lastwagens 2002 zu einem tödlichen Unfall beigetragen. Bereits im März hatte das Unternehmen 112 000 Lastwagen zurückgerufen, nachdem bekannt geworden war, dass es wegen eines Konstruktionsfehlers bei den Lkw-Radnaben zu einem Unfall mit Todesfolge gekommen war. Zuvor hatte das Unternehmen jahrelang Wartungsfehler für zahlreiche Unfälle verantwortlich gemacht, zu denen es wegen des Fehlers seit 1992 gekommen war. Neben Kosten von 50 Millionen Euro könnte auf die Tochterfirma von Daimler-Chrysler deshalb auch ein Prozess zukommen.

In Zusammenhang mit der verspäteten Rückrufaktion im März hatte die Polizei Anfang Mai mehrere frühere Führungskräfte des Automobilkonzerns Mitsubishi Motors festgenommen. Nach japanischen Zeitungsberichten waren bei Mitsubishi Fuso rund 50 Beschwerden in Zusammenhang mit möglicherweise fehlerhaften Kupplungsteilen eingegangen. Ein Unfall mit Todesfolge habe sich ereignet, als ein Lkw-Fahrer auf Grund des Fehlers die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Der Lkw sei auf ein Gebäude geprallt, der Fahrer sei aus der Kabine geschleudert worden und später seinen Verletzungen erlegen, berichteten die Zeitungen.

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