Weiteres Ergebnis am Freitag
Einigung bei Opel steht unter Vorbehalt

Der Verhandlungspoker um die Sanierung des Autobauers Opel ist beendet. „Wir haben eine Einigung unter Vorbehalt erreicht“, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz am Donnerstag in Rüsselsheim. „Alles hängt nun davon ab, wo die neue Mittelklasse gebaut wird.“

HB RÜSSELSHEIM. Die Entscheidung, ob das Opel-Stammwerk in Rüsselsheim oder das schwedische Saab-Werk in Trollhättan den Zuschlag bekomme, werde erst an diesem Freitag fallen. Im diesem Fall werde das Ergebnis am Freitag in Rüsselsheim bekannt gegeben.

In den seit fast fünf Monaten laufenden Gesprächen geht es um ein Gesamtpaket für die Zukunftssicherung der drei westdeutschen Opel- Werke in Rüsselsheim, Bochum und Kaiserslautern. Gegen Zugeständnisse der Belegschaft werde der Mutterkonzern General Motors (GM) Investitionen in die Werke zusagen, heißt es.

So soll das Stammwerk Rüsselsheim die Produktion der neuen Mittelklasse von Opel und der schwedischen Schwestermarke Saab von 2007 an übernehmen. Bochum soll die Produktion der Astra-Limousine bekommen. Das Komponentenwerk in Kaiserslautern werde ausgelastet. Im Gegenzug sollen die Arbeitnehmer auf Tariferhöhungen und Teile des Weihnachtsgelds verzichten sowie flexiblere Arbeitszeiten akzeptieren.

Bereits vor einer Woche hatte Opel verkündet, dass das Sanierungspaket vorerst ohne Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen ablaufen wird. 4 500 Mitarbeiter hatten sich freiwillig für eine Abfindung entschieden und werden das Unternehmen noch in diesem Jahr verlassen.

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