Weiteres Problem
Alu-Nieten am Airbus A380 müssen getauscht werden

An der Spitze des A380 müssen sechs Aluminiumnieten gegen Titannieten ausgetauscht werden. Im ungünstigsten Fall könnte sich sonst die Rumpfspitze lösen. Akute Sicherheitsgefahr gebe es aber nicht, so ein Sprecher.
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Paris/HamburgNach den Flügeln rückt jetzt die Flugzeugspitze des Riesen-Airbus A380 ins Visier der europäischen Luftsicherheitsbehörde EASA. Der Hersteller bestätigte am Donnerstagabend Informationen der „Financial Times Deutschland“ (Freitag), nach der ein Vorschlag für eine Sicherheitsanweisung zum Auswechseln von sechs Aluminiumnieten in hochfeste Titannieten an einem Holm an den Flugzeugspitzen vorbereitet wird. Airbus-Techniker hätten das Problem selbst entdeckt und die Fluggesellschaften bereits im Oktober 2011 darüber informiert, sagte ein Sprecher. Es gebe keinerlei akute Sicherheitsgefahr und der Austausch der sechs Nieten sei innerhalb von dreieinhalb Stunden erledigt.

Wie die „Financial Times Deutschland“ schreibt, könnte sich im ungünstigsten Fall - unter Extrembelastung, wie bei einem Druckabfall - die Rumpfspitze des Flugzeugs lösen. In dem Entwurf für die Sicherheitsanweisung wird laut Airbus eine achtmonatige Frist vorgeschlagen, um das Problem zu beheben. „Solche Nachrichten an die Hersteller gibt es für alle Flugzeugtypen am laufenden Band“, sagte der Sprecher. Sie seien Teil eines ständigen Verbesserungsprozesses im Luftverkehr und beträfen auch seit Jahrzehnten fliegende Maschinen.

Die EASA hatte zuletzt eine Überprüfung aller A380-Maschinen angeordnet, nachdem an den Klammern, die die Rippen mit den Tragflächen verbinden, Risse entdeckt worden waren. Airbus hat einen Fehler im Herstellungsprozess eingeräumt, betont aber, dass die A380-Flugzeuge dennoch vollkommen sicher seien. Der Nietenaustausch steht nach Unternehmensangaben in keinerlei Verbindung mit dem Flügelproblem.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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