Weiterhin Differenzen
GM erzielt Fortschritte bei Tarifverhandlungen

General Motors (GM) kämpft um seine Wettbewerbsfähigkeit: Der von Toyota als größter Autohersteller der Welt abgelöste US-Konzern erreichte im Tarifstreit mit der Gewerkschaft UAW eine Annäherung – zum großen Durchbruch reichte es bislang jedoch nicht.

Dow Jones/dpa NEW YORK. Der Automobilhersteller General Motors (GM) hat einem Pressebericht zufolge deutliche Fortschritte in den Tarifverhandlungen mit der US-Gewerkschaft UAW erzielt. Zwischen dem Unternehmen und der UAW bestünden aber weiterhin Differenzen, wie der Konzern wettbewerbsfähiger gemacht werden könne, berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf mehrere Personen, die mit den Verhandlungen vertraut sind.

Der bisher laufende vierjährige Tarifvertrag war am Freitag ausgelaufen, und bei der Neuverhandlung geht es vorrangig darum, Kosten für die Gesundheitsfürsorge der Mitarbeiter von 50 Mrd. Dollar aus der Bilanz von GM in eine von der Gewerkschaft kontrollierte Stiftung auszulagern.

Die Verhandlungen seien Sonntagabend in einem fortgeschrittenen Stadium gewesen. Über die wirtschaftlichen Zugeständnisse von GM werde aber noch verhandelt. Das Unternehmen habe angeboten, die den UAW-Mitgliedern entstehenden Eigenkosten zu begrenzen, um die Zustimmung für einen von der Gewerkschaft zu verwaltenden Krankenversicherungsfonds zu erhalten. GM habe auch vorgeschlagen, die an die Inflation gekoppelten Lohnsteigerungen und die Grundlöhne einzufrieren. GM habe 2006 bis zu 3,3 Mrd. Dollar Krankenversicherungsausgaben für die Betriebsrentner aufgewandt. GM-Sprecherin Katie McBride bestätigte, dass GM Verhandlungen mit der UAW führe.

GM will die Lücke von fast 30 Dollar verringern, die der US-Konzern für jede Arbeitsstunde mehr an Lohn zahlen muss als asiatische Hersteller in ihren Werken mit nicht gewerkschaftlich organisierten Arbeitern. Die Verhandlungen über einen neuen vierjährigen Tarifvertrag zwischen GM und der UAW sollten nach einer Unterbrechung an diesem Montag fortgeführt werden. Die mehr als 73 000 amerikanischen GM-Arbeiter sind seit dem Auslaufen des Tarifvertrags in Streikbereitschaft.

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