Weltgrößte Brauerei
Anheuser-Busch legt deutlich zu

In Schwellenländern, aber auch in den USA trinken die Menschen mehr Bier von Anheuser-Busch Inbev. Veränderungen der Logistik dürften im nächsten Quartal aber für Probleme sorgen.
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LeuvenDer weltgrößte Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev hat im abgelaufenen Quartal in den USA erstmals seit drei Jahren seinen Bierabsatz gesteigert. Nicht zuletzt deshalb kletterte der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) im ersten Quartal um 7,4 Prozent auf 3,55 Milliarden Dollar, teilte der Konzern am Montag mit. Analysten hatten im Schnitt mit 3,58 Milliarden Dollar gerechnet.

Der milde Winter, ein zusätzlicher Auslieferungstag und gute Verkäufe vor einem frühen Osterfest halfen dabei, den Absatz von Bier und anderen Getränken in den USA um ein Prozent zu steigern. Auch die gesunkene Arbeitslosigkeit und das verbesserte Verbrauchervertrauen sorgten nach Angaben von Anheuser für Rückenwind. Für das laufende Quartal erwartet das Unternehmen aufgrund einer Umstellung des Liefersystems einen etwas schwächeren Absatz.

Optimistisch äußerte sich Anheuser über die Wachstumschancen in Brasilien, dem zweitwichtigsten Markt für den Konzern hinter den USA. Der Bierabsatz dort wuchts um vier Prozent. Eine Erhöhung des Mindestlohns um 7,5 Prozent lässt den Brauer auf mehr Bierverkäufe hoffen.

Im zweiten Quartal rechnet der Bierbrauer in den USA jedoch mit Belastungen aus der Umstellung der Logistik, die den operativen Gewinn drücken dürften. Weltweit stieg der Umsatz in den ersten drei Monaten um 6,2 Prozent auf 9,33 Milliarden Dollar.

Anheuser-Busch InBev kontrolliert fast 50 Prozent des amerikanischen und fast 70 Prozent des brasilianischen Marktes. Zu den bekanntesten Marken gehören Budweiser, Stella Artois und Beck's.

Seit geraumer Zeit bauen die großen Brauereikonzerne ihre Präsenz in Schwellenländern aus, weil der Bierkonsum in den Industriestaaten rückläufig ist. Erst vor zwei Wochen hatte AB Inbev angekündigt, die Kontrolle am dominikanischen Brauer CND für rund 1,2 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen. Selbst im hart umkämpften US-amerikanischen Markt setzte der Brauereikonzern ein Prozent mehr Bier wie etwa die Hausmarke Budweiser ab.

In Europa ging der Bierabsatz hingegen einmal mehr deutlich zurück - außer in Deutschland. Rund fünf Prozent verkaufte das Unternehmen in Westeuropa weniger, in Zentral- und Osteuropa sogar rund zehn Prozent. In Deutschland hingegen tranken die Kunden mit 0,4 Prozent etwas mehr von den Eigenmarken wie etwa Beck's, Hasseröder und Franziskaner. Weltweit verzeichnete die Marke Beck's aber einen Absatzrückgang um 4 Prozent, laut Konzern vor allem wegen Rückgängen in den USA und Großbritannien.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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