Weltgrößter Autobauer
Toyota ist wieder die Nummer eins

Der japanische Branchenprimus ist im Jahr 2012 wieder der größte Hersteller der Welt geworden. Aber VW und GM haben die Chance, aufzuholen. Denn Toyota wird die magische 10-Millionen-Auto-Marke wohl nicht knacken.
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TokioNach Jahren der Krisen hat der japanische Autohersteller Toyota seinen Rivalen im Jahr 2012 wieder die Rücklichter gezeigt. In der Rangliste der weltgrößten Hersteller überholt Japans Branchenprimus mit einem Absatz von 9,7 Millionen Stück General Motors (GM), die 9,3 Millionen Autos verkauften. Volkswagen folgt auf Rang drei mit 9,1 Millionen Kraftwagen. Doch die Konkurrenten werden dieses Jahr die Chance haben, Toyota die Pole Position wieder abzujagen, meinen Analysten.

„Es ist keineswegs garantiert, dass Toyota vorne bleiben wird“, urteilt Chris Richter, Autoanalyst der CLSA Asia-Pacific Markets in Tokio. Dieses Jahr sei die Konkurrenz sehr stark. „Es wird ein sehr enges Rennen“, so Richter. Selbst Toyota schraubt die Erwartungen herunter. Zu groß sind die Herausforderungen.

Hatte das Unternehmen ursprünglich im Jahr 2012 als erster Hersteller der Welt die magische Marke von zehn Millionen hergestellten Autos durchbrechen wollen, rechnet der Konzern in seiner jüngsten Vorhersage nicht mehr damit. Die Produktion soll bei 9,94 Millionen Kraftwagen stagnieren, der Absatz um zwei Prozent auf 9,91 Millionen zulegen. Denn der japanische Sonderboom ist vorbei.

Alle japanischen Hersteller profitierten 2012 davon, dass die aufgestaute Nachfrage aus dem Katastrophenjahr 2011 nachgeholt werden musste. Denn erst mussten die japanischen Werke wegen der Folgen des Erdbebens, des Tsunamis und der Atomkatastrophe für mehrere Woche komplett stillgelegt werden, dann die thailändischen Fabriken wegen einer Jahrhundertflut.

Für dieses Jahr ist Toyotas größtes Fragezeichen allerdings der wichtigste Wachstumsmarkt der Welt: China. Als Spätstarter im Reich der Mitte hat Toyota ursprünglich eine rasante Aufholjagd auf VW und GM eingeplant. Doch der Gebietsstreit zwischen Japan und China um unbewohnte Felseninseln droht die Expansionspläne zu durchkreuzen.

Im Herbst 2012 ist der Absatz japanischer Hersteller um etwa 40 Prozent abgesackt, weil viele Chinesen aus Protest gegen eine Nationalisierung der Inseln durch Japans Regierung japanische Produkte boykottierten. Die Verkäufe steigen zwar inzwischen wieder auf das Niveau vom letzten Jahr. „Aber die Frage ist, ob sich die Japaner voll erholen und wieder so wachsen werden, wie vor dem Zwischenfall“, sagt Analyst Richter.

Zugleich drohen zwei weitere asiatische Märkte zu schwächeln, die Toyota 2012 ebenfalls hohes Wachstum brachten. Daheim in Japan laufen Subventionen für den Kauf Benzin sparender Autos aus. Und Toyota könnte darunter besonders leiden. Denn mit einem Marktanteil jenseits der 40 Prozent ist der heimische Markt für Japans Nummer eins wichtiger als für Nissan und Honda.

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  • Gambarre Toyota!

    Mal sehen was sich USA/BRD als nächstes einfallen lassen in ihrem Handelskrieg gegen die Japaner...

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