Weltgrößter Chemiekonzern
Bei BASF stehen die Zeichen auf Erfolg

BASF-Chef Kurt Bock hat ambitionierte Ziele. Der Chemieriese soll ein neues Ertragsniveau erreichen und in die Welt der echten Weltkonzerne aufsteigen. Die Ausgangsbasis ist gut, aber die Konjunktur muss mitspielen.
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FrankfurtAusdauer und Beharrlichkeit zählen seit eh und je zu Stärken des Chemiekonzerns BASF. Schon im 19. Jahrhundert erzielte er seine größten Erfolge dort, wo man die Dinge mit langem Atem anpackte: in der Farbstoff- und Düngemittelsynthese etwa oder später im Vitamingeschäft und im Gashandel.

Dieser Tradition fühlt sich offenbar der neue Firmenchef Kurt Bock verpflichtet, der vor einem Jahr das Ruder in Ludwigshafen übernommen hat und seinen Aktionären morgen erstmals als Vorstandsvorsitzender Rede und Antwort stehen wird. Seinen ersten Akzent setzte Bock, indem er die bisherige Strategie in ein neues Gewand packte und dabei konkrete Ziele gleich für ein ganzes Jahrzehnt definierte.

115 Milliarden Euro Umsatz, 23 Milliarden Euro Betriebsgewinn vor Abschreibungen (Ebitda) soll der Konzern bis 2020 erreichen. Das entspricht durchschnittlich rund sechs Prozent Umsatzsteigerung und mehr als sieben Prozent Ertragswachstum. Mindestens zweieinhalb Milliarden Euro Prämie auf seine Kapitalkosten will der Konzern dabei verdienen.

Die entscheidende Botschaft steckt indessen weniger in den Zahlen als in der Ambition dahinter. Im Kern geht es darum, den Konzern aus der klassischen Volatilität des Chemiegeschäfts herauszuführen und auf einen Kurs möglichst stetigen, kalkulierbaren Ertragswachstums zu bringen. Ziel ist der Aufstieg in die Welt der IBMs, Procters und Nestlés, die Liga der echten Weltkonzerne, die unbeirrt von Konkurrenz- und Konjunkturgetümmel ihre Bahnen ziehen.

Es ist ein ehrgeiziges Ziel für einen Chemiehersteller. Aber die Ausgangsbasis für den Weg nach oben erscheint besser denn je. Denn die Ertrags- und Finanzkraft des Konzerns ist in der zurückliegenden Dekade bereits deutlich gewachsen, im Schnitt um etwa zehn Prozent pro Jahr, und damit deutlich stärker als bei fast allen großen Chemiekonkurrenten.

Die Ertragsdelle während der Konjunkturkrise hat den positiven Trend unterbrochen, aber letztlich nicht beschädigt. Schon 2010 hat der Chemiekonzern das Vorkrisenniveau wieder übertroffen und Bock kann für sein erstes Jahr an der BASF-Spitze neue Rekordzahlen und eine weitere Steigerung des Betriebsgewinns um gut ein Zehntel präsentieren.

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