Weltgrößter Stahlkonzern
Hedgefonds setzen Arcelor Mittal unter Druck

Eine Gruppe von Hedgefonds fordert einem Zeitungsbericht zufolge von der niederländischen Börsenaufsicht, die Aktien des Stahlriesen Arcelor Mittal vom Handel auszusetzen.

HB AMSTERDAM. Die Minderheitsaktionäre begründeten dies damit, dass sie bei der Fusion der beiden Stahlfirmen Mitte 2006 in die Irre geführt worden seien, berichtete das Blatt „Het Financieele Dagblad“ am Freitag. Sie hätten durch den 26 Mrd. Euro schweren Zusammenschluss von Arcelor und Mittal mehr als eine Milliarde Euro verloren. Der Konzern wies die Vorwürfe als falsch zurück.

Die Fonds fordern im Einzelnen, dass die Börsenaufsicht AFM von dem weltgrößten Stahlkonzern volle Klarheit über die Fusion einfordern und die Aktien bis dahin vom Handel in Amsterdam aussetzen solle. Die Regulierer wollen dem Bericht zufolge aber nicht eingreifen. Bei der AFM war zunächst niemand zu erreichen. Der damals vereinbarte Aktientausch zwischen Arcelor und Mittal war im Verhältnis 11:7.

Im vergangenen Monat kündigte das Unternehmen an, die verbliebenen Minderheitsaktionäre zu einem für die Investoren schlechteren Tauschverhältnis von 8:7 auszukaufen. Die Hedgefonds drohten anschließend mit Klagen, wenn sie nicht den höheren Preis erhielten.

Bei der Fusion im vergangenen Jahr hatten viele Investoren wegen des zähen Übernahmekampfes zunächst auf einen noch höheren Preis spekuliert und ihre Aktien nicht verkauft. Der Zusammenschluss soll im Verlauf dieses Jahres abgeschlossen werden.

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