Weltkonzern Mahindra
Bereit für den großen Deal

Der indische Traktoren- und Geländewagenhersteller Mahindra drängt auf die internationalen Märkte. Eine große Übernahme soll die Hauptsparten an die Spitze katapultieren. Teil 8 der Handelsblatt-Serie über die Weltkonzerne von morgen.

BOMBAY. Anand Mahindras Vision für seinen Konzern ist so kühn wie einfach: Er soll weltweit zur Nummer eins bei Traktoren und Geländewagen aufsteigen und als Zulieferer eine führende Rolle spielen. „Wer uns nicht ernst nimmt, lebt gefährlich“, warnt der Chef der Mahindra-Gruppe. Die zählt mit umgerechnet 2,3 Mrd. Euro Umsatz zu Indiens zehn größten Konglomeraten. Noch ist die wichtigste Konzerntochter, der Fahrzeug-Hersteller Mahindra & Mahindra (M&M), im Weltmaßstab ein Winzling. Doch für die Boston Consulting Group fordert Mahindra zusammen mit Lokalrivalen wie Tata Motors und Bharat Forge westliche Platzhirsche der Autobranche heraus.

Bei Landmaschinen ist die Marke international bereits eine feste Größe: M&M-Werke in Indien, den USA und China produzieren jeden vierten Traktor der Welt. „John Deere behandelt uns als Feind Nummer eins“, freut sich der Firmenchef. Er will den Marktführer aus den USA bald überrunden, wenn möglich mit einer großen Übernahme. Die Sparten Traktoren, Autos und Autoteile erwirtschaften zwei Drittel des Gruppen-Umsatzes und die Hälfte des Gewinns. Den Rest steuern Finanzdienste und die hoch profitable Software-Tochter Tech Mahindra bei.

Nicht Billigfertigung, sondern „billige Innovation“ erklärt Anand Mahindra zum größten Standortvorteil seines Landes: „Nirgends auf der Welt bekommen sie gute Ideen günstiger.“ Sein Paradebeispiel ist der Scorpio: Die Entwicklung dieses Geländewagens hat 120 Mill. Dollar gekostet; im Westen wäre das Sechsfache fällig gewesen, sagt er. Die Qualität stimmt: Im indischen Kundenzufriedenheits-Ranking des Marktforschers J. D. Power teilt sich Mahindra Platz drei mit Toyota. Und das robuste, bullige Auto mit Macho-Appeal ist billiger als ein VW Golf und kostet viel weniger als SUVs von Toyota, Ford oder Hyundai.

Dem Scorpio verdankt M&M den 40-Prozent-Anteil an Indiens lukrativem Geländewagen-Markt. Zwar liegt die Jahresproduktion mit 30 000 Stück im Weltmaßstab niedrig. Doch die geringen Entwicklungskosten erlauben gute Profite. Bald folgt das nächste Modell aus hauseigener Entwicklung: ein Van.

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