Weltweit unter massivem Druck
Zahlreiche Krisenherde bei GM

Der weltgrößte Autokonzern General Motors (GM) steht weltweit unter massivem Druck. Sowohl die europäischen Autoriesen als auch die erfolgreichen Japaner machen den Amerikanern zu schaffen. Allen voran steht Toyota. Der Konzern hat Ford inzwischen als zweitgrößtes Autounternehmen der Welt überholt und setzt zum Endspurt auf die globale Führungsposition an.

HB NEW YORK. In Europa schreiben die zur GM Europe gehörenden Autohersteller Opel, Saab und Vauxhall tiefrote Zahlen. In den USA verliert GM trotz enormer Rabatte vor allem gegen die bessere Qualität der Japaner an Boden. Hinzu kommen gewaltige Kosten für Betriebspensionen und Krankenversicherung für Mill. ehemaliger amerikanischer GM-Mitarbeiter.

Bei Fiat ist GM-Konzernchef Rick Wagoner jetzt noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Er braucht dank einer kostspieligen Vereinbarung von 1,55 Mrd. € (zwei Mrd Dollar) nicht die restlichen 90 % von Fiat zu kaufen. Nach Steuern kostet die Vereinbarung GM 840 Mill. Dollar oder 1,49 Dollar je Aktie. Das ist ein Betrag, der etwa einem Drittel des für 2005 anvisierten mageren GM-Jahresgewinns von vier Dollar bis fünf Dollar je Aktie entspricht. Nach Schätzung des „Wall Street Journal“ könnten die Gesamtkosten für das Fiat-Abenteuer mehr als vier Mrd. Dollar betragen.

Wagoner insistierte, dass sich die neue Vereinbarung durch Kostenersparnisse auszahlen wird. In einem Interview mit der „New York Times“ betonte er, dass GM allein im vergangenen Jahr eine Mrd. Dollar Kosten gespart habe. GM habe auch sein Dieselangebot in Europa erhöht. GM gibt neben der Abfindung auch seine Fiat-Restbeteiligung von zehn Prozent an das italienische Unternehmen zurück. Es verbleiben gemeinsame Dieselmotoren- Technologien und die Hälfte eines gemeinsam mit Fiat betriebenen Dieselmotorenwerks in Polen bei GM.

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