Weltweites Wachstum im Kunststoffbereich
BASF plant Kosteneinsparungen

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF will im Kunststoffbereich seine Kosten deutlich reduzieren und sich von nicht mehr wettbewerbsfähigen Anlagen und Geschäften trennen.

HB LUDWIGSHAFEN. „Wir werden in diesem wichtigen Arbeitsgebiet der BASF eine Reduktion der Fixkosten weltweit bis zum Jahresende um bis zu 500 Mill. Euro im Vergleich zu 2001 erreichen“, kündigte der für das Kunststoffgeschäft verantwortliche BASF-Vorstand John Feldmann am Mittwoch in Ludwigshafen an. Geschäfte, in denen BASF profitabel wachsen könne, sollten gezielt ausgebaut werden. Anlagen und Geschäfte hingegen, die aufgrund ihrer Kapazität, ihrer Technologie oder des Standortes nicht wettbewerbsfähig seien, „werden wir schließen oder abgeben“, ergänzte Feldmann.

BASF hatte sich zuletzt durch einige Zukäufe im Kunststoffbereich verstärkt. So hatte BASF vom US-Konzern Honeywell das Geschäft mit technischen Kunststoffen übernommen. Zudem hatten die Ludwigshafener Ende 2003 von der Kronberger Celanese Polyamid-Kunststoffgeschäfte erworben. Für 2004 erwartet der Konzern bei Kunststoffen einen Umsatz auf Vorjahreshöhe und eine Ergebnisverbesserung. Die BASF-Aktie lag am Morgen knapp ein Prozent im Plus bei gut 42,70 Euro und damit im positiven Trend des Gesamtmarktes.

Die Aussichten für das Kunststoff-Geschäft der BASF seien angesichts bereits erfolgter Restrukturierungsschritte positiv, sagte Feldmann. „Hinzukommt, dass bis 2015 ein jährliches weltweites Wachstum des Kunststoffverbrauchs von etwa fünf Prozent zu erwarten ist“, ergänzte er. Einen besonderen Schub für den Markt erwartet der BASF-Vorstand von der Entwicklung in Asien. Mit steigenden Lebensstandards erhöhe sich dort auch die Nachfrage nach Kunststoffprodukten.

Im ersten Quartal hatte BASF im Kunststoffbereich einen Umsatz von rund 2,3 Mrd. Euro erwirtschaftet und einen Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen - wie etwa Restrukturierungen - von 150 Mill. Euro.

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