Wenig Investitionen
Maschinenbauer senken Prognose für 2013

Die deutschen Maschinenbauer senken ihre Prognose für 2013 deutlich. Statt eines Anstiegs der Produktion erwarten sie nun einen Rückgang. An der Spitze stellt sich der Verband VDMA neu auf.
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DüsseldorfAngesichts dünner Auftragsbücher haben die deutschen Maschinenbauer ihre Prognose für 2013 deutlich heruntergeschraubt. Statt eines Anstiegs der Produktion um zwei Prozent erwarten sie nun im laufenden Jahr einen Rückgang um ein Prozent. "Seit Veröffentlichung unserer Prognose im September 2012 haben sich wichtige Rahmendaten weniger dynamisch entwickelt, als wir dies angenommen hatten. Unser Ziel eines nochmaligen Wachstums in diesem Jahr halten wir für nicht mehr realisierbar", erklärte der Präsident des Branchenverbandes VDMA, Thomas Lindner, am Donnerstag. Vor allem das Inlandsgeschäft bereite ihm Sorgen. "Wenn die deutschen Unternehmen ihre hohe Wettbewerbsfähigkeit zumindest halten wollen, muss mehr investiert werden."

Es sei daher unumgänglich, dass die Politik den Investoren keine neuen Belastungen wie höhere Steuern und Abgaben auferlegt "und der Wirtschaft insgesamt Steine, wie eine schlecht gemanagte Energiewende, aus dem Weg räumt."

In den ersten vier Monaten schrumpfte die Produktion nach VDMA-Angaben um 3,4 Prozent. Um das avisierte Produktionsplus von zwei Prozent zu erreichen, hätte es einer kräftigen Steigerung im zweiten Halbjahr bedurft, betonte Lindner. Das sei aber beim aktuellem Stand der Bestellungen nicht zu erwarten. Der Auftragseingang liege in den ersten fünf Monaten preisbereinigt um ein Prozent unter dem Vorjahr. Vor allem die Bestellungen aus dem Inland enttäuschten mit einem Rückgang um sechs Prozent. Das Ausland zog dagegen um zwei Prozent an.

Die Unsicherheit über die weitere Konjunkturentwicklung lässt viele Kunden zögern, neue Maschinen zu bestellen. Bislang hatten sich die Maschinenbauer fürs Gesamtjahr vorgenommen, ihre Produktion um zwei Prozent auf 202 Milliarden Euro zu erhöhen. Mit fast einer Million Beschäftigten ist die Branche, zu der neben zahlreichen Mittelständlern auch börsennotierte Konzerne wie Thyssen-Krupp, GEA oder Gildemeister zählen, eine wichtige Säule der deutschen Wirtschaft.

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  • Ich habe das bereits seit Wochen hier gesagt, daß die weltweite Konjunktur in Summe nicht so rosig aussieht, wie von machen Finanzexperten herbeigesehnt. Deshalb ist es auch ein Finanzakrobaten-Witz, den (M)DAX als unterbewertet zu bezeichnen (zumindest, was die Industriewerte anbetrifft).

    Die USA als einzigen grossen Spieler ausgenommen, sieht man ansonsten eher schwieriges Fahrwasser. Und das EU/ohne Deutschland wieder kommt, sehe ich für die nächsten 6 bis 9 Monate GAR nicht.

  • Man wird wohl die Prognosen dauerhaft senken können. Die Chinesen geben in den kommenden Jahren richtig Gas. Während sich die deutsche Industrie auf China konzentriert hat, haben sich die Chinesen inzwischen weltweite Marktanteile gesichert.Das sieht nicht gut aus.

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