Weniger Aufträge
Anlagenbauer SMS muss dreistelligen Millionenbetrag sparen

Die politischen Unsicherheiten in Russland, der Ukraine und Venezuela machen dem Anlagenbauer SMS zu schaffen: Die wichtigen Absatzmärkte bringen weniger Aufträge, die Umsätze stagnieren.
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DüsseldorfDer traditionsreiche Düsseldorfer Anlagenbauer SMS mit seinen knapp 14.000 Mitarbeitern stellt sich auf magere Zeiten ein. Nach dem Rekord-Auftragseingang von über fünf Milliarden Euro im Jahr 2008 rechnet der seit wenigen Wochen amtierende Sprecher der Geschäftsführung, Burkhard Dahmen, für die kommenden Jahre nur noch mit ähnlich hohen Bestellungen wie 2013. Damals orderten Kunden für rund drei Milliarden Euro.

Daher soll das Unternehmen bis 2016 einen dreistelligen Millionenbetrag einsparen. Wie viele Stellen gestrichen werden, ließ Dahmen offen. „Es geht nicht in erster Linie um Köpfe, sondern um Kosteneinsparungen in allen Bereichen und an allen Standorten“, sagte er.

Wegen der politischen Unsicherheiten in den für SMS wichtigen Absatzmärkten Russland, der Ukraine und Venezuela erwartet Dahmen 2014 weitere Einbußen beim Auftragseingang und stagnierende Umsätze. SMS lebt von der Nachfrage aus der Schwerindustrie, vor allem der Stahlfirmen. Diese Branche mit den deutschen Marktführern ThyssenKrupp und Salzgitter kämpft mit einer schwachen Nachfrage, Überkapazitäten und Preisdruck.

Die Produktionskapazitäten des Familienunternehmens seien bis zum dritten Quartal zwar noch ausgelastet. „Aber wir sehen in einigen Bereichen bereits Unterlast“, sagte Dahmen. Das sei dem auf 4,99 (Vorjahr: 5,4) Milliarden Euro geschrumpften Auftragsbestand geschuldet. Der Auftragseingang erreichte 2013 dank der Übernahme des Hochofenausrüsters Paul Wurth 3,3 (Vorjahr: 2,8) Milliarden Euro, der Umsatz 3,5 (3,2) Milliarden.

Der Vorsteuergewinn brach um 31 Prozent auf 178 Millionen Euro ein. Der Gewinn werde wegen der Restrukturierungsaufwendungen erneut sinken, kündigte Dahmen an. Besserung erhofft sich der Manager in Indien. Nach dem Regierungswechsel dort sei mit „massiven“ Investitionen in Anlagen und Infrastruktur zu rechnen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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