Weniger Beschäftigte
Kräftiger Gewinnrückgang bei Carl Zeiss

Der Elektronik- und Optikkonzern Carl Zeiss hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen deutlichen Einbruchs der Umsätze verzeichnet. Der Umsatz sank bis Ende September von 2,26 Milliarden auf 2,03 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen mit.

HB STUTTGART. Das Betriebserbebnis sei sogar um 65 Prozent auf 64 Millionen Euro geschrumpft. Der Jahresüberschuss werde niedriger sein als im Vorjahr, aber „zweistellig positiv“ ausfallen, sagte Vorstandssprecher Dieter Kurz in Stuttgart. Alle sechs Unternehmensbereiche - Medizintechnik, Halbleitertechnik, Markenoptik, Mikroskopie, Industrielle Messtechnik sowie optisch-elektronische Systeme - hätten schwarze Zahlen geschrieben. Vor allem die Carl Zeiss Meditec AG als erstes börsennotiertes Konzernunternehmen habe sich positiv entwickelt.

Die Investitionen sanken von 138 Millionen auf 105 Millionen Euro. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung blieben mit 190 (nach 186) Millionen Euro in etwa konstant. Carl Zeiss (Oberkochen) beschäftigt in diesem Bereich mehr als 1600 Mitarbeiter. Die Zahl der weltweiten Mitarbeiter insgesamt sank in Jahresfrist um 551 auf 14 151. Davon waren vor allem deutsche Standorte betroffen. Der Konzern hatte bereits im September bekannt gegeben, dass mit weiteren rund 700 Stellenstreichungen im kommenden Jahr zu rechnen sei.

Das seit Jahren formulierte Ziel der Umwandlung des Stiftungsunternehmens in eine Aktiengesellschaft sei „auf einem guten Weg“, sagte Kurz. Nachdem das Oberlandesgericht Stuttgart im Juni die Klage von 80 Mitarbeitern gegen die Änderung eines mehr als 100 Jahre alten Statuts der Zeiss-Firmenverfassung abgewiesen habe, erwarte man nun optimistisch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes.

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