Weniger Beteiligungserlöse
WCM schreibt hohen Verlust

Die Frankfurter Immobilien-und Beteiligungsgesellschaft hat im dritten Quartal einen hohen Verlust hinnehmen müssen.

HB FRANKFURT. Der Konzernverlust habe im Zeitraum Juli bis September 11,08 Millionen Euro nach einem Gewinn von 37,25 Millionen Euro im Vorjahresquartal betragen, teilte die im Nebenwerte-Index MDax gelistete Gesellschaft am Dienstag mit. „Das geht unter anderem auf Konsolidierungseffekte zurück“, sagte eine Firmensprecherin mit Blick auf die nicht mehr in der Bilanz konsolidierte Berliner Wohnungsbaugesellschaft Gehag. „Außerdem ergibt sich zum Vorjahresquartal eine Differenz von 61,8 Millionen Euro bei den sonstigen betrieblichen Erträgen. Die Differenz geht vor allem auf weniger Beteiligungserlöse zurück.“ Darüber hinaus habe es im Vorjahr Zuschreibungen auf Wertpapiere gegeben. Im Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag WCM nach den ersten neun Monaten 2004 bei einem Minus von 27,53 Millionen Euro - allein 10,63 Millionen kamen im dritten Quartal hinzu. Dieses Ergebnis soll sich bis zum Jahresende leicht bessern. Zudem erwartet WCM weiterhin einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Gesamtjahr. Nach neun Monaten lag WCM hier bei 11,4 Millionen Euro.

WCM-Chef Roland Flach sucht einen Käufer für die Immobiliensparte seines Unternehmens mit etwa 31.000 Wohnungen, um die immer noch hohe Schuldenlast zu verringern. Im Dezember will die WCM zudem über eine Verschmelzung mit ihrer in der Abfüll- und Verpackungstechnik tätigen Duisburger Tochter Klöckner-Werke entscheiden, an der die WCM derzeit 78 Prozent hält. „Es würden im Konzern Kosten für eine doppelte Holdingverwaltung und Kosten für die Börsennotierung für eine Gesellschaft entfallen“, schrieb Flach im Geschäftsbericht für das dritte Quartal.

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