Weniger Gewinn im Quartal
Hugo Boss: Vorstandswechsel belasten Ergebnis

Der vom Finanzinvestor Permira kontrollierte Modekonzern Hugo Boss hat im ersten Quartal seinen Umsatz gesteigert, aber wegen der Vorstandswechsel im Konzern weniger Gewinn erwirtschaftet als im Vorjahr. Doch auch ein externer Faktor belastete.

dpa-afx METZINGEN. Der Umsatz sei in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2008 um zwei Prozent auf 510 Mill. Euro gestiegen, teilte Boss am Mittwoch mit. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank um fünf Prozent auf 94 Mill. Euro. Im Laufe des Quartals hatte es Veränderungen im Vorstand gegeben, die das Ergebnis belastet hatten. Auch die in diesem Jahr sehr kühle Witterung im März hatte dem Konzern wie der gesamten deutschen Textilbranche zugesetzt, weil weniger Frühjahrs- und Sommermode gekauft wurde als im Vorjahr.

Vor Steuern verdiente Hugo Boss 89,4 Mill. Euro und damit acht Prozent weniger als im Vorjahr. Der Konzernüberschuss ging um sieben Prozent auf 65,2 Mill. Euro zurück. Für das Gesamtjahr bestätigte das Unternehmen seine Prognose. Danach soll der Umsatz währungsbereinigt um sechs bis acht Prozent wachsen und das Ebit vor Einmaleffekten um acht bis zehn Prozent.

Seit vergangenem Jahr hat der Finanzinvestor Permira das Sagen bei dem Metzinger Modekonzern. Differenzen mit dem neuen Eigentümer hatten zum Ausscheiden des früheren Vorstandschefs Bruno Sälzer Ende Februar geführt. Permira hatte bei Boss großzügige Dividendenausschüttungen durchgesetzt und eine höhere Verschuldung verlangt. Neben Sälzer warfen auch Produktionsvorstand Werner Lackas und Aufsichtsratschef Giuseppe Vita das Handtuch. Nachfolger wurden bislang noch nicht präsentiert.

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