Weniger Gewinn und Umsatz
Vioxx-Verkaufsstopp belastet Merck

Das US-Pharmaunternehmen Merck & Co hat im ersten Quartal 2005 einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Grund ist der weltweite Verkaufsstopp des lukrativen Arthritis-Mittels Vioxx.

HB NEW YORK. Der Reingewinn sei um 15 % auf 1,37 Mrd. Dollar gesunken nach 1,62 Mrd. Dollar vor Jahresfrist, teilte der in Whitehouse Station im Bundesstaat New Jersey ansässige Konzern am Donnerstag mit. Pro Aktie schrumpfte im Auftaktquartal 2005 der Gewinn auf 62 Cent verglichen mit 73 Cent ein Jahr zuvor. Damit traf Merck allerdings die Erwartungen der Analysten. Auch das Unternehmen hatte 62 Cent je Aktie in Aussicht gestellt. An der Wall Street verzeichnete die Merck-Aktie leichte Kursgewinne von 0,7 % auf 34,31 Dollar.

Merck hatte das verkaufsstarke Schmerzmittel Vioxx Ende September weltweit vom Markt genommen, nachdem eine Krebsstudie gezeigt hatte, dass das Medikament das Risiko für Herz- und Schlaganfälle bei Patienten erhöht, die es länger eingenommen haben. Mittlerweile ist Merck mit einer Reihe von Haftungsklagen im Zusammenhang mit dem Medikament konfrontiert. Mindestens ein Fall soll noch im laufenden zweiten Quartal vor Gericht kommen, teilte Merck nun mit. Das Medikament war mit Spitzenumsätzen von jährlich rund 2,5 Mrd. Dollar eines der wichtigsten des Konzerns.

Merck erwarte für das zweite Quartal einen Gewinn je Aktie von 60 bis 64 Cent, hieß es. Für das Gesamtjahr 2005 peile Merck & Co einen Überschuss von 2,44 bis 2,52 Dollar je Anteilsschein an. Damit setzte der Konzern die untere Zahl der erwarteten Spanne um zwei Cent herauf. Analysten hatten zuletzt für das zweite Quartal einen Gewinn je Aktie von 61 Cent und für das ganze Jahr von 2,48 Dollar prognostiziert.

Der Konzernumsatz verringerte sich im ersten Quartal wegen des Verlusts der Vioxx-Erlöse um fünf Prozent auf 5,4 Mrd. Dollar. Ein Jahr zuvor hatte Merck noch 5,6 Mrd. Dollar umgesetzt. Bei Herausrechnung der Vioxx-Umsätze im Vorjahreszeitraum ergebe sich ein Umsatzwachstum vom acht Prozent, teilte Merck mit.

Mit dem verkaufsstarken Asthma-Medikament Singulair setzte Merck 735 Mill. Dollar um, ein Plus von 18 %. Die Umsätze mit den Arzneien Cozaar und Hyzaar kamen auf einen Quartalsumsatz von 719 Mill. Dollar, ein Plus von 14 %. Der Konzern kündigte außerdem an, sein Aktienrückkaufprogramm dieses Jahr fortzusetzen.

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