Weniger Luxus-Parfüm: Aromahersteller Givaudan wächst langsamer

Weniger Luxus-Parfüm
Aromahersteller Givaudan wächst langsamer

Der Schweizer Duftstoffhersteller Givaudan hat im ersten Quartal weniger umgesetzt als erwartet. Das Wachstum lag unter dem mittelfristigen Durchschnitt. Wachstumstreiber bleiben die Schwellenländer.
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ZürichUmsatzrückgänge bei Luxus-Parfüm in Europa und Nordamerika haben das Wachstum des Schweizer Riechstoff- und Aromaherstellers Givaudan gebremst. Der Konzernumsatz stieg im ersten Quartal um 3,9 Prozent auf 1,1 Milliarden Franken, wie der Rivale des deutschen Duft- und Aromenherstellers Symrise am Dienstag mitteilte. Analysten hatten 4,9 Prozent Wachstum gerechnet.

Die Wachstumstreiber bei dem Genfer Konzern kommen zunehmend aus den Schwellenländern. "Die Verkäufe in Lateinamerika entwickelten sich mit einem zweistelligen Wachstum über alle Kundengruppen hinweg robust", erklärte der Genfer Konzern zum Riechstoff-Geschäft. Auch bei den Aromen, die in Snacks, Getränken und Süßwaren Verwendung finden, hätten die Schwellenmärkte in China, Indien und Indonesien gute Ergebnisse erzielt. In Brasilien und Mexiko wuchs der Aromen-Verkauf zweistellig.

Mittelfristig rechnet Givaudan wie bisher mit einem jährlichen Wachstum von 4,5 bis 5,5 Prozent aus eigener Kraft. Bei einem auf zwei bis drei Prozent geschätzten Marktwachstum setzt das voraus, dass die Schweizer weiterhin Marktanteile hinzugewinnen. Aus eigener Kraft stärker als der Markt wachsen will auch Symrise. Der Konzern hat sich eine Umsatzzunahme von jährlich fünf bis sieben Prozent bis 2020 auf die Fahne geschrieben.

Die Givaudan-Aktie stieg dieses Jahr um fast 19 Prozent und entwickelte sich besser als der Schweizer Blue-Chip-Index, der knapp 14 Prozent zulegte. Auch in Zukunft will der Konzern die Aktionäre bei Laune halten. Mindestens 60 Prozent des freien Cash Flows, der bis 2015 14 - 16 Prozent des Umsatzes erreichen soll, soll an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Die Verschuldungsquote will Givaudan unter 25 Prozent halten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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